Respekt als A und O des Zusammenlebens

Engagement für Respekt in der Gesellschaft: "Falk Wook (von links), Bernd Wöbbekind, Inga Herrmann, Jürgen Köhler, Eva Bender, Renate Siebler, Andrea Hesse, Susanne Wöbbekind und Insa Becker-Wook. (Foto: O. Krebs)

Offene Gesellschaft setzt sich für Wertschätzung, Achtung und Würde ein

Langenhagen (ok). Wertschätzung, Achtung, Würde - Begriffe, die eng mit dem Respekt zusammenhängen. Der Respekt ist nach Einschätzung der Offenen Gesellschaft an vielen Stellen auf der Strecke geblieben - sowohl in Ratssitzungen und auch in Facebook-Foren, aber auch auf dem Parkplatz, an der Kasse im Supermarkt und im Straßenverkehr. Dabei stünden wir vor großen Aufgaben, Ängste und Unsicherheiten machen sich in der Gesellschaft breit, Schwächen müssten auch verziehen werden. Eva Bender, die die Schirmherrschaft für die Aktion "Mit Respekt!" übernommen hat, macht deutlich, dass die Demokratie die einzige Staatsform sei, die wir immer wieder lernen müssen. Die Basis der Demokratie sei der Diskurs und stehe für gelungenes Zusammenleben. Ein Lächeln könne man auch unter der Maske sehen. Susanne Wöbbekind von der Offenen Gesellschaft: "Wir müssen respektvoll mit unserem Gegenüber umgehen, das geben, bekommen und auch einfordern." Der Wunsch sei es, viele Menschen über Multiplikatoren mit einzubeziehen. Eine Breitenwirkung müsse beispielsweise über Aufkleber, Plakate und Banner erreicht werden. Bei Vereinen und Verbände sei die Offene Gesellschaft schon auf großes Interesse gestoßen, die Musikschule habe sich auch schon gemeldet. Es gebe ein Entgegenkommen, die Initiative genieße einen großen Stellenwert. Mimuse-Macherin Inga Herrmann stehe mit den Ehrenamtlichen des Vereins Klangbüchse für Vielfältigkeit und will den Menschen etwas schenken. Inga Herrmann: "Respekt ist das A und O und wichtig für das Zusammenleben." Jürgen Köhler, Vorsitzender des Vereins Klangbüchse, sieht bei "Mit Respekt!" eine Chance für Klangbüchse und Mimuse nicht nur Kleinkunst und Veranstaltungen zu präsentieren, sondern auch für Werte einzutreten. Köhler: "Wir können ein Sprachrohr für die Offene Gesellschaft sein." Bernd Wöbbekind fungiert mit seinem Malerbetrieb auch als Kooperationspartner, Respekt sei in der Firma und auf der Baustelle sehr wichtig, sorge für Zufriedenheit und somit letztendlich auch für den Unternehmenserfolg. Sein Geselle Nawzad Murad, der aus dem Irak geflüchtet war, kennt diese Form des Miteinanders aus seinem Heimatland gar nicht, ist froh, dass er hier alle Rechte genießt. Godshorns Pastor Falk Wook setzt auch auf Ideen von außen, die eingebracht werden sollen. Renate Siebler sagt: "Wir müssen das Thema Respekt ins Bewusstsein rücken, brauchen Mut, um zu reagieren. Hemmschwellen sollen fallen, es muss unterstützt und ermutigt werden." Die Offene Gesellschaft will auch die Parteien im Wahlkampf genau beäugen, und Georg Obermayr vom NABU merkte in Sachen Respekt an, dass die AfD genau den bei der Antwort auf eine Frage des Naturschutzbundes habe vermissen lassen.  Jörg Kleczka von der Bürgerstiftung bot seine Unterstützung an und auch ihm sei aufgefallen, dass der Respekt seit der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 verloren gegangen sei. Deshalb gebe es hier einen großen Nachholbedarf in unserer Gesellschaft.