Retter aus sechs Ländern

Das deutsch-isländische Team im Übungsfall beim Retten eines Verletzten aus einem Tunnel. (Foto: P. Graser)

Auch THW-Ortsgruppe übte auf dem NATO-Gelände

Langenhagen. 120 Jugendliche aus sechs Nationen übten nun gemeinsam beim diesjährigen "Urban Search and Rescue Training for youngsters" (USAR´13) auf dem NATO-Gelände in Bergen-Hohne. Zwölf Spezialisten des THW Hannover-Langenhagen sorgten vom Aufbau am 23. Juli bis zum Abbau am 5. August gemeinsam mit vielen anderen THW’lern aus dem Bundesgebiet und Kräften aus den Teilnehmerländern für einen reibungslosen Ablauf des Lagers. So kochten die Kameradinnen und Kameraden der Fachgruppe Log-V (Logistik Verpflegung - Feldküche) aus Hannover-Langenhagen für die Teilnehmer des internationalen Jugendlagers. Sie stellten aber auch Kraftfahrer und Fahrzeuge und unterstützten das Media-Team bei der internationalen Pressearbeit.
Die Retter von Morgen erlernten, mit der Unterstützung von 25 Ausbildern aller Nationen, Techniken der Höhen- und Tiefenrettung, Bergung von Verletzten und das Beseitigen von Trümmern. Den Höhepunkt bildete die Großübung am 3. August. Dabei zeigten die Jugendlichen ihr erlerntes Können bei einem Erdbeben unter realistischen Bedingungen.
„Erdbeben in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass es notwendig ist, schnell und effektiv in betroffenen Regionen zu helfen“, sagt Ingo Henke, der Leiter der USAR-Projekte. „Um künftig schnell und flexibel helfen zu können, bereiten sich die Helfer von Morgen schon jetzt gemeinsam auf mögliche internationale Einsätze vor.“ Aus diesem Grund trainieren multinationale Teams gemeinsam.
Das Technische Hilfswerk (THW) aus Deutschland, die Icelandic Association for Search and Rescue (ICE-SAR) aus Island, die Royal Life Saving Society (RLSS) aus Großbritannien, AYADER Canakkale aus der Türkei und die Inspectorate for Emergency Situation (ISU Cluj) aus Rumänien nahmen teil. Außerdem war das Team der Russian Union of Rescue (ROUR) bei einem deutsch-russischen Jugendaustausch vertreten.