Richtkranz über der FEBEL-Krippe

Mit Gunst und Verlaub, das Haus ist gerichtet. Zimmermeister Wolfgang Meyer bringt mit Voncent und Janis den Richtspruch aus. Foto: E. A. Nebig

Zimmermeister Meyer und zwei kleine Gesellen erbaten den Segen

Kaltenweide (ne). Nach dem Motto „mutig sein, planen und bauen“ wurde am vergangenen Freitagmittag im Beisein vieler Ehrengäste, darunter Ortsbürger- meister Wolfgang Langrehr und Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch, nach altem Handwerksbrauch das Richtfest zum Neubau der Arche-Kinderkrippe in Kalten- weide begangen. Erst Ende März war der Grundstein der neuen Einrichtung an der Kananoher Straße 16 vom Betreiber, dem Verein FEBEL – Freie Evangelische Bildungs- und Erziehungseinrichtrichtungen Langenhagen – gelegt worden. FEBEL ist bekanntlich Träger der gegenüberliegenden christlichen Kindertagesstätte „Die Arche“. Mit dem Neubau schafft der Verein nun auch Platz für die Kleinsten und unterstützt dabei die Stadt Langenhagen, die gesetzliche Vorgaben bei der Bereitstellung von Krippenplätzen bis 2013 erfüllen muss. 900.000 Euro kostet das Vorhaben, das zum Großteil aus Fördermitteln der öffentlichen Hand finanziert wird. Die traditionelle Richtfeier war außergewöhnlich, denn den Richtspruch brachte Zimmermeister Wolfgang Meyer gemeinsam mit zwei kleinen Gesellen, Vincent und Janis, aus. Der dazugehörige Umtrunk war natürlich alkolholfrei, aber die Gläser wurden nach gutem Handwerksbrauch in der Mitte des Neubaues zerschmettert und dazu Gottes Segen für das Haus und für alle, die da gehen künftig ein- und ausgehen, erbeten. Zuvor ließen die Kinder der Arche zu Gitarrenbegleitung das Lied von den fleißigen Handwerkern erklingen, in dem es zu Beginn heißt: „Holz auf Holz, Holz auf Holz, der Zimmermann arbeitet voller Stolz ...“. In der Tat, die Zimmerleute können stolz auf ihre Leistungen im Holzrahmenbau sein. „Sie sind voll im Zeitplan, exakt“ – sagte der Vorsitzende Oliver Trautwein – „alle Gewerke können nach Plan weiterarbeiten. Ich bin mir sicher, dass wir ab September 27 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren in der neuen Krippe betreuen können”. In den geplanten Gruppen sei auch Platz für zwei Kinder mit Behinderungen, fügte er hinzu. Die Plätze seien leider schon weitgehend vergeben, war zu erfahren. Nähere Auskünfte würden gern in der gegenüberliegenden Arche-Kindertagsstätte erteilt. Der Wohnort der Eltern sei nicht an die Ortschaft gebunden.