Riesige Müllberge sind nicht zu tolerieren

Drei Wochen lang hat der kommunale Ordnungsdienst in Godshorn intensiv kontrolliert.

Erstmals umfangreiche Kontrollen am ehemaligen Hallenfreibad Godshorn

Godshorn. 40 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und mehr als 100 mündliche Verwarnungen verbuchte das Team des kommunalen Ordnungsdienstes aus der rund drei Wochen langen Überwachung der Wertstoffinsel am ehemaligen Hallenfreibad Godshorn.
Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Beschwerden über riesige Müllberge und illegal entsorgten Sondermüll. Bürgermeister Mirko Heuer findet dazu deutliche Worte: „Dieses Verhalten hat Ausmaße angenommen, die wir nicht tolerieren werden. Im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, die ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen möchten, haben wir jetzt gehandelt."
Um ein Zeichen gegen Müllsünder zu setzen, bezog der Kommunale Ordnungsdienst im Rahmen einer Sonderaktion auch zu nächtlicher Stunde Stellung auf dem Parkplatz der Wertstoffinsel. In Teams wurden insbesondere die Abendstunden überwacht, in denen bisher am häufigsten neue Müllablagerungen hinzukamen. Ziel der Aktion war, die Täter auf frischer Tat zu ertappen, Taten direkt aufzunehmen und zur Ahndung an die zuständige Region Hannover weiterzuleiten.
„Dazu kommt ein präventiver Hintergrund. Einerseits wurde in Form von mündlichen Verwarnungen viel Aufklärungsarbeit darüber geleistet, was erlaubt ist und was nicht. Denn das wissen viele immer noch nicht.“ sagt Anja Herrmann vom Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Langenhagen und weiter: „Andererseits zeigen wir mit dieser umfangreichen Kontrolle, dass wir ein wachsames Auge haben und Müllsünder sich auch in der Dunkelheit nicht zu sicher fühlen sollten.“
Geahndete Ordnungswidrigkeiten lagen vor allem im Bereich von illegal abgelegtem Sondermüll, Reifen oder Sperrmüll. Die aha-Wertstoffinsel in Godshorn ist lediglich für Papier- und Glas-Müll sowie Altkleider vorgesehen.
Heuer macht deutlich, dass solche Überwachungen zukünftig in unregelmäßigen Abständen und unangekündigt an allen Wertstoffinseln im Stadtgebiet durchgeführt werden. „Was aber nicht heißt, dass die Plätze zwischendurch von unserem Radar verschwinden. Stichprobenhaft wird hier permanent kontrolliert“, ergänzt Ordnungsamtsleiter Boris Ehrhardt.
Markus Villwock, Fachkoordinator Ordnungswesen im Rathaus, kann Einiges berichten. Aufgefallen ist ihm, dass die Bürger im Laufe der Zeit deutlich aufmerksamer geworden seien. Eine Mutter sei sogar wild schimpfend auf einen Müllsünder zugegangen.Villwock rät aber von solchen Alleingängen ab, weil sie auf deutlich aggressive Mitbürger treffen könnten. Wichtig sei es, Augen und Ohren offen zu halten, eventuell ein Kennzeichen zu notieren oder besser noch zu fotografieren  auch die Art des Mülls  und dann den Mängelmelder zu nutzen . Markus Villwock: "Wichtig ist es, sich nicht in Gefahr zu begeben." Ein paar Anekdoten fallen ihm auch noch ein: "Ein Mann hat zum Beispiel den Kopf von einem Weihnachtsmann abgerissen, der im Müll lag, und an seinen Rollator gehängt. Und ein offensichtlich Obdachloser hat erst einmal Kleidung anprobiert." Was Markus Villwock noch aufgefallen ist: "Die Container müssten einfach häufiger geleert werden." Zur Historie:  Der kommunale Ordnungsdienst ist auf Betreiben von Bürgermeister Mirko Heuer ins Leben gerufen worden. Die Politik war erst skeptisch, hat dann aber doch zugestimmt.