Rollstuhl-Karussell am Söseweg

Auf dem Spielplatz Söseweg haben die Vorbereitungen für den inklusiven Umbau begonnen.

Freigabe auf dem Spielplatz voraussichtlich Anfang Juni

Langenhagen. Der Spielplatz Söseweg wird inklusiv: Er erhält ein Rollstuhl-Karussell. Es ist das erste, das die Stadt Langenhagen auf einer öffentlichen Fläche errichtet. Einhergehend damit vergrößert die Stadt das gesamte Spielareal bis an den Graneweg, legt die Wegeverbindungen neu an und gestaltet den Sandspielbereich in Teilen um. Die mit den Änderungen beauftragte Firma hat am Montag mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Das neue Spielgerät soll Anfang Mai geliefert werden. Ist sein Fundament ausgehärtet, kann es voraussichtlich Anfang Juni zum Ausprobieren und Spielen freigegeben werden.
„Es ist toll, dass die inklusive Umgestaltung des Spielplatzes Söseweg in die Endphase geht“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Der Rat der Stadt Langenhagen hatte vor etwa zwei Jahren auf Initiative des WAL-Ratsherrn Andreas Eilers die Beschaffung von inklusiven Spielgeräten beschlossen. Allerdings gibt es bei deren Aufstellung noch mehr zu beachten, als das schon bei normalen Spielgeräten der Fall ist. So zog sich die Abstimmung dann in die Länge. Schließlich sprach sich der Beirat für Menschen mit Behinderungen für den Spielplatz Söseweg aus. Heuer: „Ich freue mich, dass wir damit einen weiteren positiven Beitrag für die Umsetzung des Inklusionsgedankens in Langenhagen leisten können.“
Aufgrund der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – die Stadtbahn- und Bushaltestelle Langenhagen-Stadtmitte sind etwa 300 Meter entfernt – eignet sich der Spielplatz Söseweg gut für das neue inklusive Spielangebot.
Das Rollstuhl-Karussell wird im westlichen Bereich des Areals, in unmittelbarer Nähe der Spielsandfläche errichtet. Diese wird in Teilen neugestaltet, die Wegeverbindungen werden neu angelegt und zeitgleich ein weiterer Zugang vom Graneweg geschaffen. Im Bereich der großen Kletternetzpyramide wird der vorhandene Fallschutz durch Holzhäcksel ausgetauscht. Dieser bietet ebenfalls einen Fallschutz und ist darüber hinaus befahrbar. So können künftig auch Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zur Kletterpyramide zu gelangen und dort etwa die vorhandene Hängematte nutzen.
Etwa 75.000 Euro investiert die Stadt in das neue Spielangebot und den inklusiven Ausbau des Spielplatzes Söseweg.