Rotdornbäume müssen weichen

Viele der Rotdornbäume im Stadtweg sind krank. Sie werden in den nächsten Wochen gefällt, um die Straße in Engelbostel ausbauen zu können. (Foto: Foto: Stadt Langenhagen)

Stadt bereitet Verbreiterung des Stadtweges vor

Engelbostel. Der Stadtweg soll breiter werden und einen durchgängigen Gehweg erhalten. Um diesen Ausbau vorzubereiten, werden Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs in der Straße 50 Rotdornbäume fällen. Dieses geschieht entsprechend freier Kapazitäten, weshalb die Arbeiten in kleinen Abschnitten über mehrere Monate, bis Ende Februar nächsten Jahres durchgeführt werden. Die Rotdornbäume müssen weichen, weil der Stadtweg derzeit zu eng ist, damit Pkw und Einsatzfahrzeuge einander passieren können. Über die Straße muss die Feuerwehr Engelbostel ausrücken können, seitdem sie gemeinsam mit der Feuerwehr Schulenburg das Gerätehaus im Stadtweg bezogen hat. Spätestens mit der Eröffnung des Einzelhandels im Kreuzungsbereich Stadtweg / Hannoversche Straße muss auch der Gehweg ausgebaut werden, um eine fußläufige Verbindung für die Menschen im näheren nordwestlichen Umfeld zu schaffen.
Der Stadtweg zeichnet sich derzeit dadurch aus, dass er beiderseits der Fahrbahn von Bäumen gesäumt ist – auf der einen Seite von Eichen; auf der anderen von Rotdornbäumen. Bei den Planungen des Ausbaus der etwa 580 Meter langen Straße hatte die Verwaltung drei Varianten vorgelegt, wie die Fahrbahn verbreitert werden könnte. Die erste sah die Fällung der etwa 50 Jahre alten Eichen vor; die zweite eine Entnahme der Rotdornbäume und einiger Eichen; bei der dritten sollten einzig die Rotdornbäume gefällt werden.
Nach intensiver Diskussion und Prüfung beschloss die Politik 2019 die Umsetzung der dritten Variante – siehe Drucksache 2019/159 - Ausbau der Straße „Stadtweg".
Unter anderem hatte eine Untersuchung vorab ergeben, dass mehr als 90 Prozent der Rotdornbäume Morschungen (Baumkrankheit) am Stammkopf beziehungsweise Stamm aufweisen und somit deren Standsicherheit voraussichtlich noch für zehn Jahre gegeben ist. Die Eichen hingegen waren vital, weshalb prognostiziert wurde, dass sie an ihren Standorten am Stadtweg bis zu 150 Jahre alt werden könnten. Zudem sind sie ein wichtiger Lebensraum für wild lebende Tiere sowie Insekten und haben für das Mikroklima am Stadtweg eine hohe Bedeutung, indem sie für Schatten, Kühlung, das Filtern von Staub und einiges mehr sorgen. Eine kleinere Eiche in Höhe Schulstraße muss jedoch entfernt werden.
Da die Rotdornbäume von vielen Engelbostlerinnen und Engelbostlern wegen ihrer Blüte von Mai bis Juni geschätzt werden, erfolgt dort nach Beendigung der Straßenbauarbeiten auch eine Nachpflanzung mit Rotdornbäumen. Der Rest der Ersatzpflanzungen erfolgt in anderen Bereichen des Stadtgebietes. Über die Details des Straßenausbaus informiert die Stadtverwaltung, sobald konkrete Daten dazu feststehen.