Rudi Rietschel hilft seit 60 Jahren aus Überzeugung

Großes Gruppenfoto mit allen Ausgezeichneten . (Foto: D. Lange)
 
esondere Ehrung vom Stadtbrandmeister Arne Boy für Rudi Rietschel (links), der seit 60 Jahren Mitglied der Feuerwehr ist. Bürgermeister Mirko heuer (von links), Moritz Fischer und Jens Heindorf schauen interessiert zu. (Foto: D. Lange)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Langenhagen

Langenhagen(dl) Gut besucht waren die jährlichen Hauptversammlungen der Langenhagener Ortsfeuerwehr ja schon immer, diesmal aber platzte der Saal im ersten Stock der Feuerwache angesichts der vielen Gäste aus allen Nähten. Das Thema Gerätehäuser ist derzeit aktuell, da dauerte es nicht lange, bis die Frage nach einem neuen Gerätehaus für Langenhagen die Runde machte. Der Bürgermeister nahm es lächelnd zur Kenntnis, enthielt sich aber eines Kommentars. Sowohl in Godshorn als auch in Krähenwinkel/Kaltenweide sind für deren jeweilige Neubauten die ersten Schritte bereits gemacht, bis zum ersten Spatenstich aber wird es wohl noch etwas dauern. Etwas dauern dürfte es auch, bis sich die Altersabteilung über weiblichen Nachwuchs freuen kann, wie Bürgermeister Heuer betonte. Auch wenn sich zurzeit die Langenhagener Kinder- und Jugendfeuerwehren über mangelnden Zuspruch nicht beklagen können. In der Einsatzstatistik des Jahres 2019 bleibt das schwere Unwetter am 16. Oktober naturgemäß nicht nur für die Ortswehr der Kernstadt, sondern für alle Langenhagener Wehren in besonderer Erinnerung. „126 Einsatzstellen in 24 Stunden waren selbst für uns zuviel“, so die Bilanz des Stadtbrandmeisters Arne Boy. „Wir mussten uns Unterstützung aus den umliegenden Städten und Gemeinden dazu holen“. Insgesamt verzeichnet die Statistik des vergangenen Jahres 111 Brandeinsätze, 212 Hilfeleistungen und 55 Fehlalarme für die Ortswehr. Nicht eingerechnet die zahlreichen wie notwendigen Dienste, Schulungen und Lehrgänge auf Stadt- und Regionsebene als auch an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle und Loy. Die Jahresbilanz auf der Stadtebene ist geprägt von technischen Innovationen im Bereich Kommunikation und Datenverarbeitung. Da ist zum einen die bevorstehende Einführung des Digitalfunks für die Ehrenamtlichen Brandschützer und zum zweiten der FDS-Import aller relevanten Daten von der Leitstelle direkt in die jeweiligen Anwendungen. „Informationen zum Einsatzgeschehen wie Alarm-, Ausrück- und Einsatzzeiten, eingesetzte Fahrzeuge sowie Lageberichte können direkt in unsere Systeme übermittelt und in den Einsatzberichten verarbeitet werden“, was aus Sicht des Stadtbrandmeisters eine unschätzbare Hilfe darstellt. Neben Zahlen und Fakten zum Einsatzgeschehen spielt in der Bilanz eines Jahres aber auch das Thema Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr sowie Beförderungen eine wichtige Rolle. Pressesprecher Christian Hasse sowie Michael Küsterbeck wurden ausgezeichnet für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr, Zugführer Karsten Patz und Klaus Steingrube für 40 Jahre in der Feuerwehr und Rudi Rietschel ist seit 60 Jahren schon Feuerwehrmann aus Überzeugung. Zum Feuerwehrmann wurden Jan Bode, Jan Brenner, Florian Mohrich, Niklas Seebald und Sebastian Thoden befördert. Oberfeuerwehrmann/Frau können sich ab sofort Jessica Bertram, Franziska Husser und Dennis Runge nennen und mit der Ernennung zum Hauptfeuerwehrmann/Frau stiegen auch Sven Giesemann, Sarah Hesse und Oliver Babic eine Stufe höher auf ihrer persönlichen Karriereleiter. Wilhelm Rust junior wurde zum Hauptlöschmeister ernannt.