Saatgut aus Bienenfutterautomat verteilt

Haben den Bienenfutterautomaten wieder ins Leben gerufen: Elke Zach und Frank Stuckmann.

Sozialdemokraten engagieren sich für Insektenschutz

Langenhagen. Die Sozialdemokraten Elke Zach und Frank Stuckmann nahmen den jüngsten Weltbienentag zum Anlass, um ihren im Herbst 2020 ins Leben gerufenen Bienenfutterautomaten ins Gedächtnis zu rufen. Dazu wurden auf dem Marktplatz an die Langenhagener Bürgerinnen und Bürger Saatgut verschenkt und Informationen verteilt.
„Von den in Deutschland bekannten Bienenarten sind mittlerweile über ein Dutzend bereits ausgestorben und mehr als zwei Dutzend weitere davon bedroht. Die Zahl der gefährdeten und nicht gefährdeten hält sich mit jeweils nahezu fast 200 in etwa die Waage.“ erklärt der Vorsitzende der Abteilung Langenhagen, Frank Stuckmann. „Ein bekanntes Zitat sagt, ‚Erst stirbt die Biene, dann der Mensch‘. Fakt ist definitiv, dass es vielerorts leise geworden ist – das Summen verstummt immer mehr. Grund ist, dass Grünflächen in der Stadt oder private Gärten heutzutage häufig so gestaltet sind, dass sie das menschliche Auge erfreuen sollen, also auf die Ästhetik ausgerichtet sind oder auch einfach nur ‚pflegeleicht‘ sein sollen. Immer häufiger findet man daher auch sogenannte „Steingärten“, die wesentlich zu einem knapper werdenden Nahrungsangebot für alle Insekten beitragen.“, führt er fort und verweist auf den in diesem Bereich wichtigen Artenschutz, für den sich die SPD Abteilung Langenhagen seit vergangenem Jahr aktiv engagiert. Der Flugradius der meisten Bienenarten beträgt übrigens meist nur rund 100 Meter. Umso wichtiger, dass hier ein breites Futterangebot zu finden ist.
Leider sind jedoch nicht alle Blumen/Pflanzen auch automatisch für Bienen attraktiv. In einem umgerüsteten Kaugummiautomaten wird daher bienenfreundliches Saatgut für jedermann angeboten. Der Automat hängt im Rathausinnenhof und die Kapseln kosten 50 Cent. Der Erlös geht zu 100 Prozent in Projekte für den Bienenschutz. Das Saatgut ist für den Einsatz in Balkon und Garten vorgesehen und selbst ein kleiner Blumenkasten auf dem heimischen Fensterbrett leistet einen kleinen aber wertvollen Beitrag. „Das gesamte Projekt ist durch und durch nachhaltig – selbst die Saatanleitung wird klimafreundlich in Deutschland mit mineralölfreien Ökofarben auf hundertprozentigem  Recyclingpapier gedruckt. Für die Kunststoffkapseln gibt es, bedingt durch die Automatenmechanik, leider noch keine Alternative, jedoch ein Mehrwegsystem: Die Kapseln können an der Rücknahmestation neben dem Automaten eingeworfen werden und werden dann wiederverwendet.“ erklärt Frank Stuckmann abschließend. Mehr Infos gibt es auch unter www.bienenretter.de.