Sachs will Bahnhof retten

Domizil am Pferdemarkt als Museum?

Langenhagen (ok, gg). Auf 12.000 Euro ist das Mindestgebot für den Bahnhof am Pferdemarkt festgelegt, der in nächster Zeit versteigert versteigert wird. Das ist nicht nur aus Sicht von Stadtfestorganisator Günter Sachs ein Schnäppchen. Dass die Stadt nicht mitbieten will, weil es "keine vernünftige Nutzung gibt", findet er sehr bedauerlich. Schon vor einigen Jahren habe der damalige Stadtmarketingverein eine Arbeitsgruppe "Museum" ins Leben gerufen; Gespräche in Sachen Rock 'n' Roll-Museum seien mit einem Bürger, der eine der umfangreichsten Sammlungen aus der Zeit besitzt, geführt worden. Da es von Seiten der Stadt keine Reaktion gegeben habe, sei das Thema zu den Akten gelegt worden. Sachs: "Der zu verkaufende Bahnhof könnte nicht nur ein Museum – etwa auch für die Initiative GLIEM – werden, man könnte auch ein Haus der Musik, der Kunst oder Künste daraus machen. Die Langenhagener Vereine, Gruppen und einzelne Personen haben in Sachen Musik, Tanz und bildende Kunst so viel zu bieten, dass es sich lohnen würde, den Bahnhof damit zu einer über die Stadtgrenze hinausgehenden Attraktion zu machen." Sachs sei nach eigenen Worten gern bereit, ein Konzept dafür auszuarbeiten und einen erweiterten Arbeitskreis ins Leben zu rufen.
In der jüngsten Ratssitzung war der Bahnhof Pferdemarkt ein Thema, obwohl es nicht auf der Tagesordnung stand. Grünen-Ratsherr Michael Horn nahm eigentlich zu der Verschmutzung und dem Vandalismus an Langenhagens Bahnhöfen Stellung, schweifte aber ab und empfahl der Verwaltung, ein Konzept für den Pferdemarkt zu erarbeiten, schließlich habe die Stadt ein Vorkaufsrecht im laufenden Veräußerungsverfahren. Der Bahnhof sei im Besitz eines britischen Immobilienfonds.
Einen Hinweis zum baulichen Zustand der Immobilie gab Roman Sickau, Bürgermeisterbüro, im Gespräch mit dem ECHO. Demnach habe die Stadtverwaltung bereits vor Jahren geprüft und festgestellt, dass Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden seien. Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Immobilie nun mit "nur" 12.000 Euro im Mindestgebot steht.