Sanftmütige Völker ziehen ein

Carsten Gröning (links) und Hobby-Imker Klaus Fleßa freuen sich auf gute Zusammenarbeit in den Kleingärten. (Foto: G. Gosewisch)

Bienen sind im Gleisdreick willkommen

Krähenwinkel (gg). Bienenvölker werden bald in den Kleingärten an der Straße Im Gleisdreieck ihrer Arbeit nachgehen, so die Ankündigung von Carsten Gröning, der als Unterbezirk-Vorsitzender des Vereins Bahn-Landwirtschaft für die Bewirtschaftung der Fläche, im Besitz des Bundeseisenbahnvermögens, zuständig ist – insgesamt 53 Gärten an mehreren Standorten. An der Straße Im Gleisdreieck sind acht Gärten auf 5.600 Quadratmeter Fläche, um die sich Carsten Gröning kümmert, und er ist fest entschlossen, dass alles schöner werden soll. Dazu gehöre eine ganze Menge, so sein Hinweis. An vielen Stellen sei noch aufzuräumen, aber die Unterstützung der Bienen freue ihn ganz besonders. Gerade recht sei die Anfrage von Hobby-Imker Klaus Fleßa gekommen, der für seine vier Völker einen geeigneten Platz gesucht hat. Erst seit zwei Jahren betreibt er die Imkerei. Gelernt hat er zuvor alles, was nötig ist, im Imkerverein Langenhagen an der Stadtparkallee. Dort nutzt er nach wie vor die Honigküche mit der Spezialausstattung für das Schleudern und Abfüllen. Lange habe er gesucht, um einen geeigneten Standort für seine Völker zu finden. Klaus Fleßa erklärt: „Es gibt hier und da freie Gärten in den Kleingartenkolonien, aber für die Bienen habe ich Absagen bekommen. Alle finden Bienen gut, aber in der Nähe will sie keiner haben.“ Zudem gebe es ein bürokratisches Problem, denn wer mit Bienen wirtschaftet, produziere landwirtschaftliche Erzeugnisse und die seien in der Vereinssatzung der Kleingärten nicht vorgesehen. Um so mehr freue ihn, nun im Verein Bahn-Landwirtschaft mehr Möglichkeiten zu haben. Sein Ziel sei es, sanftmütige Völker zum Fliegen zu bringen und einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Die Honigproduktion sei zweitrangig. Seine Bienen immer besser kennenzulernen, mache die Faszination seines Hobbys aus. Klaus Fleßa sagt: „Es ist Ruhe für die Arbeit mit den Bienen nötig. Nervosität merken sie sofort. Die Art des Summen des Volkes verändert sich. Ganz auffällig ist das, wenn die Königin weg ist.“ Carsten Gröning unterstützt den Imker gern, auch wegen der praktischen Folgen. Er ergänzt: „Es gibt ganz angenehme Effekte. Wenn Bienen da sind, gibt es weniger Wespen.“