„Schlau redet, dumm schlägt“

Beim gemeinsamen Training geht es auch darum, Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen. (Foto: O. Krebs)

Gemeinsames Projekt zur Gewaltprävention an Hermann-Löns-Schule und IGS Süd

Langenhagen (ok). Es könnte ein Pilotprojekt in der Flughafenstadt werden: Hermann-Löns-Schule und IGS Süd gehen jetzt gemeinsam ein Gewaltpräventionsprojekt an. Ziel des Ganzen: das Vermitteln sozialer Kompetenzen – sowohl, was die rechtliche als auch reale Seite angeht. Aggressionen sollen abgebaut, Grenzen aufgezeigt und Gruppenharmonie vermittelt werden. Nicht nur die Normen des Strafgesetzbuches, die Regeln des Zusammenlebens und die Schulordung sollen den Kindern und Jugendlichen von der dritten bis zur achten Klasse näher gebracht werden. Es geht auch um ein anderes Rollenverständnis, das vermittelt werden soll – die Devise lautet dabei „Schlau redet, dumm schlägt“. Mithin soll das Rollenversändnis gestärkt werden. Die Coaches Heinz Göris und Ricardo Savia gehen jeweils in die Schulen; Heinz Göris bietet zusätzlich eine Arbeitsgemeinschaft (AG) für alle Schüler in der Kampfkunstschmiede an. Über mehrere Bausteine, die aneinandergefügt werden, soll das Ziel erreicht werden. Miteinander sollen alle zum Erfolg kommen.Verantwortung wird übertragen, Vertrauen geschaffen. Gemeinsam geht es eben besser. Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Körperverletzung – diese Gewaltspirale soll aufgebrochen werden. Niemand dürfe sich erhöhen, um andere zu erniedrigen. Die Schulleiterinnen Petra Adolph und Mascha Brandt setzen auf Kontinuität und Nachhaltigkeit, wollen das Projekt in den nächsten Jahren fortsetzen. Wenn die Hermann-Löns-Schule in Zukunft eine Ganztagseinrichtung ist, wird es auch eine zusätzliche Stelle für einen Sozialpädagogen geben. „Ich bin wertvoll“ – ein Motto, das in der Grundschule auch mit Hilfe der Streitschlichter und der so genannten Friedensbrücke in allen Schulklassen umgesetzt wird. Und Mascha Brandt ist überzeugt: „Kampfkunst macht etwas mit einem.“