Schlemmen ganz in weiß

Beim „Dîner en blanc“ lassen es sich die Gäste ganz in weiß gut schmecken.Foto: D. Thiele

Rund 40 Gäste genießen das „Dîner en blanc“ in Langenhagen

Langenhagen (dt). Die Champagnerkorken knallten. Lachsröllchen als Vorspeise, Rinderbraten und Spargelsalat zum Hauptgang und „Roter Junge“, ein französischer Himbeerbaiser mit Sahne, zum Dessert. Das Ambiente erinnerte an ein Sterne-Restaurant und die Gäste hatten sich mit Anzug, Kleid, Hut und Handschuhen chic gemacht. Was auffiel: Alles war weiß. Tische, Stühle, Decken, Geschirr sowie die Kleidung der rund 40 Personen, die sich am Sonnabendabend auf einer Wiese unter Bäumen in Langenhagen getroffen hatten. Der Seniorenbeirat hatte als sein Beitrag zur 700-Jahr-Feier in Langenhagen zum „Dîner en blanc“ eingeladen und trotz Wind und kühleren Temperaturen zelebrierten die Gäste gerne ein 3-Gänge-Menü der Extraklasse. Angelehnt an das große Vorbild, dem „Dîner en blanc“ in Paris, bei dem mehr als 10.000 Menschen regelmäßig teilnehmen, wurde auch in Langenhagen zunächst ein großes Geheimnis über Zeit und Ort der Veranstaltung gemacht. „In Paris weiß niemand, wer der Organisator ist und über eine Telefonkette wird erst drei Stunden vorher bekannt gegeben, wo das Essen stattfinden wird“, berichtet Mitorganisator Dieter Schnuer. So soll vermieden werden, dass unliebsame Gäste die festliche Veranstaltung stören könnten. Sorgen, die in Langenhagen unnötig waren, aber gerade dieses Mysteriöse macht natürlich den Reiz des Dinners aus. Das Konzept ist schnell erklärt: Jeder Gast kleidet sich festlich in weiß, bringt Stuhl, Tisch, Besteck, Teller, Kristallgläser und Dekoration mit und kümmert sich selbst um sein Drei-Gänge-Menue. Nach drei Stunden endete der kulinarische Schmaus bei Kerzenschein mit Wunderkerzen und das Organisationsteam mit Rosemarie Bahrke, Christa Röder, Klaus Flügel und Dieter Schnuer war sich sicher: „Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen!“