Schnelles Internet nimmt Fahrt auf

htp-Geschäftsführer präsentiert konkrete Angebote im Kaltenweider Ortsrat

Kaltenweide (ok). Der Mann hat seine Hausaufgaben wirklich gemacht. Thomas Heitmann, Geschäftsführer von htp, hat konkrete Angebote mit in den Kaltenweider Ortsrat gebracht, die mehr als ein Hoffnungsschimmer für die Kaltenweider in Weiherfeld-Ost und in den Seestädten zu sein scheinen. Vor knapp zweieinhalb Monaten hatte Heitmann sich und sein Telekommunikationsunternehmen bei einer Infoveranstaltung in Sachen schnelles Internet mit 50 MBit/s vorgestellt, seitdem fleißig gerechnet. Und das in einem für politische Verhältnisse ungewöhnlich schnellen Tempo, von dem auch Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr sichtlich überrrascht schien. Die Ausgangsfragestellung lautet: Ab welcher Zahl von Neukundinnen und -kunden rechnet es sich für htp, die beim Breitband auch in der Wedemark erfolgreich agiert haben, viel Geld in die Hand zu nehmen? Mehr Geld als der Mitbewerber Telekom, der die Ausgangsvoraussetzungen schon geschaffen hat, und nach den Darstellungen Heitmanns quasi nur noch aufsatteln müsste.Im Klartext: Es geht hierbei um Investitionen von etwa 500.000 Euro für die Seestädte und das Gebiet Weiherfeld-Ost im Vergleich zu einem „kleinen vier- bis fünfstelligen Bereich“, den die Deutsche Telekom in die Hand nehmen müsste. Der Grund: Die Kabelversorger der Deutschen Telekom liegen bereits, lediglich die so genannten Steckkarten fehlen noch.“ Und genau deshalb braucht Thomas Heitmann nach eigenen Angaben verlässliche Zahlen, was die Interessenten angeht. „Das ist wie mit einem Hase-und-Igel-Spiel. Wenn die Telekom hört, dass wir etwas planen, kann sie schneller reagieren.“ Er hat konkrete Vorstellungen, was die Zahl der Interessenten angeht. 125 müssen es im östlichen Weiherfeld sein, das entspricht 23 Prozent; 220 in den Seestädten, ein Anteil von 60 Prozent. Parallel hat der Ortsrat einen Antrag auf den Weg gebracht, in dem die Bundesnetzagentur aufgefordert wird, auf das „Geschäftsgebaren“ der Telekom einzuwirken. Der rosa Riese ist zumindest im Norden Langenhagens nicht mehr wohlgelitten. Exemplarisch dafür der Kommentar eines Kaltenweiders in der Einwohnerfragestund, als er nach einer Unterschriftenliste, auf der er sein Interesse dokumentieren könne: „Die Telekom kann mich mal sonstwo." Die scheint jetzt das Ganze allerdings doch ernster als zuvor anzugehen, hat bereits ein Nachrüsten der Ports signalisiert.