Schon das 50. Nikolausschießen

Bei der Siegerehrung beim 50. Nikolausschießen: Steffen Hunger (von links), Christopher Lenz (zweiter Platz), Sieger Ralf Seeßelberg, Andreas Hartfiel, Hannes Milatz, Rainer Lütgens (dritter Rang), Horst Waldfried und Marc Köhler. (Foto: K. Raap)

Idee des Gemeindedirektors wurde schnell zum Dauerbrenner

Krähenwinkel (kr). Diese Veranstaltung des Ortsrats Krähenwinkel hat schon so etwas wie Kultstatus: Die Rede ist vom traditionellen Nikolausschießen, das nun schon zum 50. Mal bei allerbester Stimmung in den Räumlichkeiten des Schützenvereins über die Bühne ging. Eingeladen waren wieder Freunde und Förderer der Ortschaft aus Wirtschaft, Vereinsleben Politik und Verwaltung. Als versierter und einfallsreicher Moderator agierte auch diesmal Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel. Seine Grüße galten unter anderem Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer, dem ehemaligen Ortsbürgermeister Klaus-Konrad Behrens sowie dem Schützenvereins-Vorsitzenden Manfred Pilgrim. Mit großem Beifall bedacht wurde eine Delegation aus der österreichischen Partnergemeinde Stadl-Paura. Mit dabei natürlich Bürgermeister Christian Popp und sein Vorgänger Alfred Meisinger. Ein besonderes Dankeschön Hartfiels galt den vielen Sponsoren, die durch ihr Engagement alljährlich die Voraussetzung schaffen für diese beliebte Veranstaltung und den Vereinsmitgliedern für die mustergültige Ausrichtung des Schießens. Sieger des interessanten Wettbewerbs wurde Ortsratsmitglied Ralf Seeßelberg mit 100,3 Ring vor Christopher Lenz, der sich im Stechen gegen Ortsratsmitglied Rainer Lütgens durchsetzte. Sie konnten sich über die drei attraktiven Sonderpreise freuen.
Nach der „Arbeit“ an den Schießständen gab es beim deftigen Grünkohlessen reichlich Zeit für anregende Gespräche. Mit auf dem Heimweg gab es für jeden Teilnehmer dieses Wettbewerbs einen prall mit weihnachtlichem Gebäck, Wein und nützlichen Kleinigkeiten gefüllten Stoffbeutel. Eine Attraktion ist seit Jahren auch das „Freizeitmagazin“, das unter der Regie von Andreas Hartfiel pünktlich zur Siegerehrung des Nikolausschießens vorlag. Das Redaktionsteam hatte wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet und präsentierte auf 161 bunt bebilderten Seiten das Geschehen aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Vereinsleben und Kultur. Ein spannendes Magazin, das unter Verwendung vieler Presseberichte das vielfältige Leben in der Ortschaft Krähenwinkel dokumentierte.
Das erste von nunmehr 50 Nikolausschießen ging übrigens am 5. Dezember 1969 mit 32 Teilnehmern im damals noch neuen Schützenhaus über die Bühne. Es sollte eine neuartige Veranstaltung sein, so damals die Idee von Gemeindedirektor Helmut Biermann, auf der das private Gespräch zwischen Rat, Verwaltung und Bürgern, die sich für das Wohl Krähenwinkels engagierten, im Mittelpunkt stand, verbunden mit einem gemeinsamen Schießen und abschließenden Essen. Der damalige Bürgermeister Alexander Niescken zeigte sich Anhieb von dieser Idee begeistert. Die Teilnehmerzahlen schossen schnell in die Höhe. Das Schießen, das seitdem immer an dem dem Nikolaustag am nächst gelegenen Freitag stattfindet, entwickelte sich zu einem echten Dauerbrenner. Teilnehmen durften allerdings nur Männer. Einige wenige humorlose Zeitgenossen vermuten dahinter auch heute noch böse Vergehen an Gleichstellungsprinzipien. Da waren die Krähenwinkeler Damen schon vor fünf Jahrzehnten wesentlich lockerer: Sie gönnten den Herren problemlos einen Nachmittag, an dem sie sich ganz zwanglos unter sich fühlen konnten. Beim 50. Nikolausschießen wurden jetzt auch Teilnehmer gesichtet, die von Anfang an dabei waren: Volker Köhler, Rainer Godorr, Bernd Freimuth und Günter Czyrnik.