Schüler besuchen Pflegeeinrichtungen

Bei Medizin Mobil wurden unter Anleitung auch die Vitalwerte gemessen.

Spannende Aufgaben zum Ausprobieren und Mitmachen

Langenhagen. Wie sieht der Arbeitsalltag einer Pflegefachkraft aus? Darf man mit Patienten Freundschaften schließen? Wie hält und wickelt man ein Baby richtig? Und warum bekommt man als Patient in einer Dementen-Weg Taschengeld?
Beim Aktionstag „Von der Wiege bis zur Bahre – Ausbildung in der Pflege“ machten 29 Schüler eine Tour durch verschiedene Pflegeeinrichtungen in Langenhagen. Neben Infos zu Ausbildung und Praktikum warteten vor allem spannende Aufgaben zum Ausprobieren und Mitmachen auf die Jugendlichen. Anschaulich und praxisnah gewährten die KRH Psychiatrie, Medizin Mobil, die Sonja Vorwerk-Gerth GmbH, die AWO City-Park-Residenz und das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult Einblicke in die Praxis. Mit dabei waren Schüler aus Jahrgang neun und zehn aus Langenhagen, Laatzen und Hannover. Gestartet wurde um 9 Uhr in der KRH Psychiatrie. Dabei ging es um Krankheitsbilder wie Essstörungen, Depression und Schizophrenie.
„Besonders gut fanden wir, dass wir heute viel selber machen durften, wie  das Wickeln der Babys. So kriegt man erst mal mit, was für Aufgaben in einer Pflege-Ausbildung auf einen zukommen können“, erklärten Fiona Pilz, Alina Mikolajetz und Karina Murachwir nach dem Angebot des Kinderkrankenhauses Auf der Bult. Bei Medizin Mobil wurden unter Anleitung unter anderem von den Auszubildenden Marie-Sophie Kalies und Hannah Siemers Wunden versorgt, Verbände angelegt und Vitalwerte gemessen.
In der Dementen-WG des Pflegedienstes Sonja Vorwerk-Gerth gab es neben Süßigkeiten viel zu lachen, aber auch zum Nachdenken: Mit ganz konkreten Beispielen aus der Praxis überzeugte die Geschäftsführerin persönlich. Eine Schülerin der Peter-Ustinov-Schule in Hannover lobte die „schöne und nette Atmosphäre“ in der AWO-City-Park-Residenz. Das Besondere: Eine 89-jährige Bewohnerin hat sich mit den Schülern hingesetzt und aus ihrer Sicht berichtet. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Praxisanleitern, Azubis und allen Schülern konnten die Erlebnisse noch einmal ausgetauscht werden.
„Ich finde das Berufsfeld spannend und möchte auf jeden Fall ein Praktikum in dem Bereich machen. Vielleicht sogar bei der City-Park-Residenz.“, erzählt Lina Kostadinova – Schülerin der Erich-Kästner-Oberschule in Laatzen. So ging es einigen. Gleich drei Schüler haben noch beim Aktionstag ihre Bewerbung abgegeben. Andere wollen auf jeden Fall eine Bewerbung schicken.
„Wir hatten einen erlebnisreichen Tag mit sehr engagierten Unternehmen und interessierten Schülern. Die nächsten Aktionstage finden im Frühjahr und Herbst 2022 statt.“, so Jana Illmer – Mitarbeiterin des Projekts „Berufe fürs Leben“, die den Aktionstag organisiert hat. Gefördert wird das zweijährige Projekt von der Region Hannover und der Agentur für Arbeit Hannover.