Schützenfest mit toller Resonanz

Einmarsch der Schützenvereine ins Festzelt. (Foto: K. Raap)
 
Die Kinderkarussells standen bei den Mädchen und Jungen hoch im Kurs. (Foto: K. Raap)

Fünf Tage lang ein richtiges Volksfest für alle Besucher

Langenhagen (kr). Oberschützenmeister Michael Freiberg und sein Organisationsteam können hochzufrieden sein mit dem fünftägigen gemeinsamen Schützenfest, das jetzt zum 57. Mal über die Bühne ging.
Das Konzept mit der lebendigen Eröffnungsveranstaltung, den beiden großen Essen im modernen Festzelt und den rasanten Tanzpartys fand eine große Resonanz. Dazu kam der enorme Andrang auf dem gut bestückten Festplatz, auf dem auch viele Besucher aus anderen Vereinen registriert wurden. Eine wichtige Rolle spielte natürlich auch die richtige Präsentation der Majestäten und der Sieger der städtischen Schießen und viele weitere Ehrungen ehrenamtlicher Mitglieder und Helfer.
Zum Auftakt des Festes geleitete traditionsgemäß das Musikcorps Langenforth diesmal nicht nur Fahnenträger und Ratsmitglieder ins Festzelt, sondern auch die amtierenden Könige und Königinnen. Bürgermeister Mirko Heuer meisterte nicht nur souverän den Bieranstich, sondern sprach auch einigen besonders engagierten Mitstreitern ein besonderes Dankeschön aus, verbunden mit einem kleinen Präsent. Das waren diesmal Axel Peinemann und Thomas Wilde von der SG Langenhagen, Karsten Russe und Oliver Rust, beide SV Brink, Jan Bertholt und Beate Meliß vom SV Krähenwinkel sowie Andrea Schneevogt (Musikcorps Langenforth) und Hans-Jürgen Henjes (SV Langenforth). Mit einem vorzüglichen Unterhaltungskonzert überzeugte Harald Sandmann mit dem Blasorchester der Stadt Langenhagen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen des „Industrie-, Handel und Handwerkertags“, besser bekannt als Haxen-Essen. Der Andrang war erneut riesig, 550 bestens zubereitete Haxen fanden entsprechend viele Abnehmer. Für ausgelassene Stimmung sorgte wie schon 2017 das österreichisch-bayerische „Juchee-Quintett“. Diese Formation war für die „Bayernstürmer“ eingesprungen, die kurzfristig „aus persönlichen Gründen“ abgesagt hatten. Am Sonnabend sorgte erneut die „NDR 1 Disco“ mit unzähligen Hits für eine volle Tanzfläche, das allerdings bei den hohen Außentemperaturen mit einiger Verspätung.
250 Portionen leckere „Rouladen satt“ servierte am Sonntag beim „Schützenschmaus“ das freundliche und schnelle Service-Team. Einmal mehr bewies Ernst Müller mit den „Langenhagener Symphonikern“, wie man stilsicher ein Schützenfestprogramm umrahmt. Märsche wechselten mit Walzern, aber auch Evergreens wie „Hello Dolly“ und „In the Mood“ durften nicht fehlen.
Sponsorin Sonja Vorwerk-Gerth lieferte als „Gastdirigentin“ beim Traditionsmarsch „Alte Kameraden“ erneut eine überzeugende Leistung ab. Die offizielle Begrüßung der Gäste mit Bürgermeister Mirko Heuer und dem Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann an der Spitze nahm einige Zeit in Anspruch, denn sie glich schon einem Langenhagener „Who is who“. Das bedeutete allerdings auch, dass jeder genannte Name ein Stück Ehrenamt verkörperte und damit jedes „Horrido“ seine Berechtigung hatte. Katerscheibe und Kätzchenkette gingen diesmal an Axel Siebert und Sabine Lange. Verdienstnadeln in Bronze der Schützen-Gemeinschaft gingen an Beate Meliß, Runar Platz, Holger Hollemann und Christian Paar. Eine silberne erhielt Manfred Pilgrim.
Zum zwölften Mal übernahm Helmut Rust dann die Begrüßung und Vorstellung sämtlicher Gastvereine, die mit Musik in den Rathaus-Innenhof geleitet und wieder herausgeführt wurden. Da gab es auch viel zu tun für die acht Musikkapellen, darunter auch die beiden Langenhagener Formationen „Musikcorps Langenforth“ und „Young Spirit Orchestra“. Ein riesiges Publikumsinteresse fand der wieder einmal sehr bunte Festausmarsch, der mehr als 40 Positionen umfasste, aufgelockert durch Trecker, Boote und Oldtimer. Rekordbesuch verbuchte diesmal der Festplatz.
Hoch im Kurs standen bei den Jugendlichen die „heißen Räder“, die Kleinsten belagerten mit Ausdauer die Kinder-Karussels. Die „Bayernstürmer“ setzten am Montag um 21 Uhr den Schlusspunkt unter fünf bunte Feiertage. Im nächsten Jahr werden es allerdings nur noch vier tolle Tage sein; der Montag wird ersatzlos gestichen.