Schulen vor Rathausanbau

Grüne gehen von einem Darlehen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro aus

Langenhagen. In den beginnenden Haushaltsberatungen sieht die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Priorisierung der Investitionsvorhaben als unumgänglich an. „Alle Investitionen müssen durch Darlehensaufnahmen finanziert werden. Deutlich mehr als 600 Millionen Euro sollen es insgesamt werden. Die jährliche Tilgung wird schon ab dem Jahr 2024 auf mehr als 26 Mllionen.Euro geschätzt. Diese Summe wird nicht annähernd aus den laufenden Einnahmen finanzierbar  sein. Es ist doch klar, dass jetzt mutig
entschieden werden muss, welche Investitionen zurückgestellt werden.“ erklärt der Vorsitzende der Grünen-Ratsfraktion, Wilhelm Zabel.
Dabei stehen für die Grünen mit Blick auf die zukünftigen Generationen die Schulen an erster Stelle. "Selbstverständlich sollen die begonnenen Schulbauten zu Ende geführt werden.“, stellt Zabel die Position der Grünen dar. Damit sind das Gymnasium, die Adolf- Reichwein-Schule, Hermann-Löns-Schule und die Leibniz IGS gemeint.
„Die IGS Süd und die IGS Mitte stehen in direkter Konkurrenz mit dem Rathausanbau. Das sind die größten Bauvorhaben die jetzt anstehen. Aber das geht finanziell nicht gleichzeitig“, ist Zabels Analyse. Deshalb fordert die Grüne-Ratsfraktion, den Rathausanbau zurückzustellen. Damit bekräftigen die Grünen ihre seit mehreren Jahren verfolgte nachhaltige Finanzstrategie. „Wenn wir es so weit kommen lassen, dass uns die Kommunalaufsicht die Aufnahme neuer Darlehen kürzt, und dann alle Großprojekte begonnen sind, produzieren wir Bauruinen in Langenhagen“, ist die düstere Prognose des Grünen-Fraktionsvorsitzenden.