Schulform verabschiedet, aber Schule in Brink bleibt

Emotionaler Abschied von der Brinker Schule: kommissarischer Schulleiter Lutz Niederlein, die Schülersprecher Salam Jeindo und Ari Iberdemais, Lehrerin Susanne Marx sowie Schülersprecherin Melissa Smajlas (Foto: O. Krebs)

Letzter Abschlussjahrgang mit 38 Absolventen an der Angerstraße verabschiedet

Langenhagen (ok). Die Brinker Schule ist Vergangenheit. 350 Jahre hat sie in Langenhagen existiert, unter anderem im alten Gebäude an der Kastanienallee und zuletzt in der Angerstraße. Volksschule, Grundschule, Mittelschule, Realschule und Orientierungsstufe. Sie hat im Laufe der Jahre alle Schulformen miterlebt. Jetzt wird an diesem Standort die IGS Süd aufgebaut; die Brinker Schule wurde quasi zum Auslaufmodell. Lutz Niederlein, kommissarischer Leiter der Brinker Schule, sparte bei der Verabschiedung des letzten Abschlussjahrgangs nicht mit Kritik, es seien mehr Gräben aufgerissen als Brücken gebaut worden. Mit der neuen Schulleitung laufe es aber wesentlich besser. Er sagte aber auch, dass eine Schule ohne Erneuerung und Umbruch nicht vorstellbar sei. Haupt- und Realschule seien nicht mehr zeitgemäß, und deshalb habe auch er für eine Umwandlung in eine IGS gestimmt. Und: Die Schulform sei jetzt zwar verabschiedet worden, aber die Schule werde bleiben. Mascha Brandt, Schulleiterin der IGS Süd, machte deutlich: „Wir haben immer an euch gedacht.“ Für sie ist das System Gesamtschule das einzige, das Schülerinnen und Schülern gerecht werden kann. Nicht nur 38 Absolventen der zehnten Klassen der Brinker Schule haben die Einrichtung verlassen, auch die ersten 20 Schülerinnen und Schüler haben ihren Abschluss in der neunten Klasse an der IGS Süd abgelegt. In humorigen Reden blickten die Schülervertreter Salam Jeindo und Ari Iberdemais auf ihre Schulzeit zurück. Eine Zeit mit vielen Erlebnissen, schönen Erinnerungen, guten und schlechten Noten. Und eine Zeit, die für manche sogar zwölf oder 13 Jahre gedauert habe. Jetzt seien sie am Ziel, die Lehrer am Ende, die Nerven liegen blank. Und was sie noch wie aus dem Effeff beherrschen, ist die Drei-Schritt-Methode von Lutz Niederlein: denken – melden – sprechen. Eine Vorgehensweise, die auch im späteren Leben nicht schaden kann.