„Schwer zu verstehen“

Leistungssportler in den Sommerferien ausgebremst

Langenhagen (gg). „Eigentlich wäre es ganz einfach“, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer, „eine Handvoll Vereine wollen die städtischen Sporthallen in den Sommerferien nutzen. Die Trainingszeiten dienen dazu, sich auf die Wettkämpfe vorzubereiten, die gleich nach den Sommerferien starten. Daher hatte die CDU beantragt, die Nutzung der Hallen in der zweiten Hälfte der Sommerferien wieder zuzulassen, was vor dem Jahr 2012 noch problemlos möglich war.“ Das ist nun im Verwaltungsausschuss durch die rot-grüne Mehrheit abgelehnt worden. Sie schließt sich damit an die Entscheidung der Verwaltung an. Die hatte geprüft und einen zu hohen organisatorischen Aufwand (Reinigung und Reparaturen) festgestellt. Die bisherige praxisnahe Lösung der Nutzung über Absprachen mit Hausmeistern sei versicherungsrechtlich nicht haltbar. Daher bleiben die Hallen nun in den Sommerferien für alle zu, auch für einzelne Leistungsgruppen. „Das ist schwer zu verstehen“, ärgert sich Christian Schneider, Vorstandsvorsitzender des SCL. Eigentlich sei es nur eine Gruppe, für die das Training in den Sommerferien sehr wichtig sei – die Leistungsturner. Nur in der Sporthalle der Robert-Koch-Schule sei die Befestigung der SCL-Turngeräte optimal möglich. In der SCL-eigenen Halle sei das nicht gegeben. Rund 50 Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren sind betroffen, viele sind auf Landesebene erfolgreich im Wettkampf. Alternative Trainingsmöglichkeiten wie in Hannover im Bundesleistungszentrum gäbe es, seien aber nur mit unverhältnismäßigem Zeitaufwand zu erreichen. Das sieht der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt anders: „Nach unseren Informationen gibt es gerade für die von der CDU angesprochenen Leistungsklassen in den Ferien freie Kapazitäten im Sport-Leistungszentrum in Hannover, die die Vereine ohne Probleme nutzen könnten.“ SPD-Fraktionschef Marc Köhler erklärt: „Die Verwaltung muss Zeit für Reinigungs- und Reparaturarbeiten haben. Schon aus Gründen der Gleichbehandlung aller Vereine und Gruppen können wir nicht einzelnen die Hallen öffnen und anderen nicht.“