Schwimmbad und Asylbewerber

Godshorn (gg). „Droht das Schwimmbad in Godshorn eine Freizeitruine zu werden, wenn der Neubau in Langenhagen eröffnet wird?“ Dies befürchtet die CDU-Fraktion im Godshorner Ortsrat, hatte Fragen an die Verwaltung gestellt, die nun in der jüngsten Ortsratssitzung beantwortet wurden. Frauke Wegner teilte im Auftrag der Verwaltung mit: „Eine Weiterführung des Badbetriebs Godshorn wird voraussichtlich ausgeschlossen. Es gibt keine konkreten Pläne und Zielsetzungen der Verwaltung zur Liegenschaft.“ Die Frage kommt also zu früh. Ein Erstaunen ging beim Verlesen der Wertansätze der Immobilie durch die Sitzung: „Gebäude Hallenbad 100.000 Euro, Grundstück Hallenbad 470.000 Euro; Freibad Becken 28.000 Euro, Umkleide außen 6.000 Euro, Freibad Grundstück 270.000 Euro.“
Nichtöffentlich wurde in der kombinierten Sitzung des Sozialausschusses zur Anmietung einer Unterkunft für 30 Asylbewerber in Godshorn abgestimmt. Hitzig fiel die zuvor öffentlich geführte Diskussion aus. Wiederholt kritisierte Jens Mommsen (BBL): „Hier sollen abstruse Summen für die Anmietung auf zehn Jahre fest bezahlt werden. Für mich ist nicht nachzuvollziehen, dass nicht-öffentlich darüber abgestimmt werden soll.“ Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch erklärt wiederholt: „Bei den Immobilien gibt es keine Alternativen. Mit dem nicht-öffentlichen Abstimmen bewahrt sich die Verwaltung wirtschaftliche Interessen zur Miethöhe.“