Sehr kreativ und ausgefallen

Informative Gespräche zu unterschiedlichen Fachthemen im Rahmen des zwölften Ausbilderfrühstücks im Rathaus. Mit dabei: Agnes Pelka (Zweite von links) von McDonalds Ehmann in Garbsen. (Foto: O. Krebs)

Thema Ausbildungsplätze beim zwölften Ausbilderfrühstück

Langenhagen (dl). Wie sich die Zeiten ändern. Vor Jahren noch schrieben sich die Schulabgänger die Finger wund mit Dutzenden von Bewerbungen, die trotz guter Zeugnisse allzu häufig mit einer Absage beschieden wurden. Heute ist die Lage für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, so gut wie noch nie. Sie werden von den Unternehmen regelrecht umworben, die derzeit einem steigenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind bei ihrer Suche nach geeigneten Auszubildenden. Wenn es darum geht, sich attraktiv darzustellen, um potenzielle Bewerber für einen Ausbildungsplatz zu finden, entwickeln die Betriebe mitunter sehr kreative und ausgefallene Werbekampagnen in Form von originellen Videobotschaften, die auf vielen Plattformen und in den sozialen Netzwerken laufen. Einige dieser herausragenden Werbekampagnen der Unternehmen präsentierte das zwölfte Ausbilderfrühstück im Rathaus, welches von pro regio in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Langenhagen einmal im Jahr den Vertretern von Ausbildungsbetrieben und Schulen eine Kommunikationsplattform zum Erfahrungs- und Informationsaustausch bietet. Im Mittelpunkt stehen Fachbeiträge zu Themen wie Azubi-Recruiting, auch und vor allem in weniger nachgefragten Branchen, Kooperationsmöglichkeiten von Schulen und Unternehmen oder Fragen zu Fördermöglichkeiten von der Agentur für Arbeit. Trotz aller Euphorie über ein großes Angebot an Ausbildungsstellen zeichnete Agnes Pelka, Leiterin des Karrierecenters im McDonalds-Unternehmen Ehmann in Garbsen in ihrem Impulsvortrag ein eher zwiespältiges Bild, wonach die Zahl der Bewerber derzeit sinke im Gegensatz zur steigenden Zahl der Bewerber für ein duales Studium. Das vertrage sich schlecht mit der nicht neuen Erkenntnis, dass gleichzeitig die Qualität der Bewerber sinke, so Pelka. Mit der Folge, dass längst nicht alle der angebotenen Lehrstellen auch besetzt werden können. Wie bei McDonalds Ehmann zählt bei vielen Personalchefs nicht das Zeugnis allein, „sondern wir versuchen auch hinter die Noten zu schauen. Das Arbeitsverhalten, Charakter und soziale Kompetenz sind für uns mindestens eben so wichtig“, versichert Agnes Pelka. Dennoch bleibt es dabei, dass Fachkräfte weiterhin gefragt sind und die künftigen Karrierechancen mit einer Ausbildung und weiterer Fortbildung als hervorragend eingeschätzt werden. Da spielt in Langenhagen auch der einmal im Jahr stattfindende Berufsfindungsmarkt eine wichtige Rolle, um Ausbildungsbetriebe und Ausbildungsplatzsuchende zusammen zu bringen. Der 22. Berufsfindungsmarkt findet am 21. und 22. März 2019 statt. Bis zum 14. Dezember können sich interessierte Aussteller dazu unter Angabe der Ausbildungsberufe, die vorgestellt werden und der benötigten Ausstattung unter joerg.hollemann@langenhagen.de anmelden.