Selbstbewusst groß werden

Handbike-Übergabe (von links): Monika Meinhold, Jürgen Wildhagen, Vorsitzender RSG Langenhagen und Heiner Rust.

Spannende Erfahrungen bei Workshop der RSG Langenhagen

Langenhagen. Zum wiederholten Mal veranstaltete die Rollstuhlsportgemeinschaft (RSG) Langenhagen einen vierstündigen Workshop „Selbstverteidigung für Kinder und Jugendliche im Rollstuhl“.
Vor Beginn, kam Heiner Rust, langjähriger BSN-Präsident und heute Vorsitzender der Heiner-Rust-Stiftung, regennass zur Tür herein. Für die Kinder hatte er Kuchen spendiert und dann stand da sein Handbike, er wollte es verschenken. „Gar nicht so einfach“, meinte Heiner Rust, „für die Jugendlichen ist der generalüberholte „Oldtimer“ scheinbar uninteressant“. Umso mehr freute sich die Übungsleiterin der RSG, Monika Meinhold, deren Krankenkasse ihren Antrag auf ein Bike abgelehnt hatte über das großzügige Geschenk. Sie koppelte das Bike an ihren Rolli und drehte gut gelaunt eine Runde durch die Gymnastikhalle der IGS Langenhagen.
Mit einem kleinen Kribbeln im Bauch warteten nun die zehn Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren darauf, dass es endlich losgeht. Das Lampenfieber war nach der Begrüßung durch Ulrike Kriebel, 2. Vorsitzende der RSG, und Workshopleiter Nils Thate schnell verflogen und die Kinder fühlten sich in der familiären Atmosphäre sichtlich wohl.
In der Vorstellungsrunde machten sich die Trainer Nils Thate und Yasar Aladag von der Organisation für effektive Selbstverteidigung (OFES) ein Bild vom Handicap der einzelnen Kinder. Das weite Spektrum der Einschränkungen behandelte Nils Thate mit großer Sensibilität und schuf eine intensive und fröhliche Lernatmosphäre.
Anfangs waren die zarten Stimmen der kleinen Mädchen kaum zu hören und sie hatten Hemmungen die Übungen durchzuspielen. Die siebenjährige Maya war sehr mutig und motivierte als „Vorreiterin“ die Anderen sich aktiv zu beteiligen, toll! Alle haben es geschafft, alle haben die anfängliche Scheu überwunden und prima mitgemacht.