Selbsthilfegruppe in der Martinsgemeinde lädt ein

Pastor Rainer Müller-Jödicke (von links), Monika Scheuermann und Angelika Voß laden zum Tag der offenen Tür ein. (Foto: G. Gosewisch)

29. März: Tag der offenen Tür gegen die Depression

Engelbostel (gg). Mit dem Tag der offenen Tür am Sonnabend, 29. März, um 15 Uhr lädt die Selbsthilfegruppe Depression zur Feier des einjährigen Bestehens in das Gemeindehaus in der Kirchstraße ein. Positive Bilanz ziehen die Initiatorinnen Angelika Voß und Monika Scheuermann. Bewährt habe sich das offene Konzept, das von Pastor Rainer Müller-Jödicke ausdrücklich unterstützt und befürwortet wird: „Ich sehe den Bedarf und freue mich, dass wir hier diese Selbsthilfegruppe haben.“ 14-tägig montags, an ungeraden Kalenderwochen, um 18.30 Uhr im Gemeindehaus treffen sich Menschen, die von der Depression betroffen sind oder die Angehörige von Betroffenen sind. Die Kirchenzugehörigkeit ist keine Voraussetzung für die Teilnahme. „Vielfältige Gründe können Depressionen auslösen. Neben Stresssituationen können beispielsweise auch chronische Schmerzen eine Rolle spielen“, erklärt Angelika Voß, die als Heilpraktikerin für Psychotherapie schon viele Erfahrungen gesammelt hat. Weit sei das Spektrum der Depression, die Bedürfnisse der Betroffenen individuell sehr unterschiedlich. Typisch für die Krankheit sei zudem, dass es lange dauert, bis die Betroffenen sich trauen, offen zu sprechen. „Sich verstanden fühlen im Gespräch kann schon sehr gut tun“, erklärt Monika Scheuermann aus Erfahrung. Sie ist selber durch viele Phasen der Depression gegangen. „Manchmal ist es so schlimm, dass man gar keine Hilfe annehmen kann. Aber manchmal hilft ein Tipp zur rechten Zeit, das ist ganz unterschiedlich“, erklärt sie. Für sich selber herauszufinden, was gut tut, sei ein erster Schritt. Licht, Wasser, Bewegung oder Schlafrhythmus werden zu Instrumenten, um der Seele Gutes zu tun.
Im Rahmen der regelmäßigen Treffen wird die Selbsthilfegruppe Anleitung zu Bewegungsformen, und Entspannungsübungen geben.