Selten und vom Aussterben bedroht

Der Stellerleger Damm im "Großen Torfmoor".Foto: W. Sack

Mit dem NABU zum "Großen Torfmoor" bei Lübbecke

Langenhagen. Zu einem besonderen Naturerlebnis lädt der NABU Langenhagen am Sonntag, 29. September, von 8 bis etwa 17 Uhr ein, wenn es auf Tagesfahrt zum Naturschutzgebiet "Großes Torfmoor" geht. Das Hochmoor umfasst 550 Hektar und liegt im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen zwischen Wiehengebirge und Mittellandkanal in den Kommunen Lübbecke und Hille. Zahlreiche seltene, teils vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben hier, wodurch das "Große Torfmoor" eine europaweite Bedeutung für den Naturschutz besitzt.
Dort, wo bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch Torf abgebaut wurde, leben Bekkassinen und Moorfrösche. Wollgras, Moosbeere und Sonnentau finden hier optimale Lebensbedingungen vor. Im "Großen Torfmoor" wurde bereits Anfang der 1970er Jahre mit dem Flächenankauf durch das Land Nordrhein-Westfalen begonnen. Ein Anstau der Gräben und weitere Maßnahmen zur Wiedervernässung konnten somit frühzeitig umgesetzt werden. Heute haben sich durch die Renaturierungsmaßnahmen verschiedene Lebensräume vom Hochmoor, über Moorwiesen, bis zum Bruchwald gebildet. Bei einer Führung durch die Dauerausstellung des Moorhus und durch das "Große Torfmoor" wird ein Mitglied des NABU Minden-Lübbecke den Besuchern aus Langenhagen interessante Informationen zum Moor sowie seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern geben.
Für die Fahrt mit dem eigenen Auto werden Fahrgemeinschaften gebildet und Mitfahrgelegenheiten angeboten. Für die Verpflegung sorgt jeder Teilnehmer selbst. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.
Anmeldungen bitte bis zum 25. September bei Georg Obermayr unter der Telefonnummer (0511) 73 78 33 oder per E-Mail: georg.obermayr@nabu-langenhagen.de. Kosten: Kinder unter 14 Jahren kostenlos, NABU-Mitglieder acht Euro, sonst zwölf Euro pro Person; Treffpunkt: Parkplatz an der Stadtbahnhaltestelle der Linie 1 Laatzen/Sarstedt „Langenhagen Zentrum“, Zufahrt über Schönefelder Straße.