Senioren wollen "aktiv altern"

Die Liberalen Senioren Niedersachsen setzen sich für "lebenslange Ressourcen" ein (von links): Gerhard Kier, Dirk-Heinrich Heuer, Nicole Bracht-Bendt, Bernd Speich, Reiner Jordan und Dieter Nagel.Foto: O. Krebs

LiS wollen "lebenslange Ressourcen" nutzen

Langenhagen (ok). Wer heutzutage altert, altert anders als noch vor etwa 30 Jahren. Diese Position machten die Liberalen Senioren (LiS) Niedersachsen auf ihrer Mitgliederversammlung in Langenhagen deutlich. Denn: Die LiS – für die Mitgliedschaft gibt es übrigens nach unten keine Altersgrenze – vertreten ein neues Bild, wollen Potenziale nutzen und "aktiv altern". Das Rentensystem insgesamt müsse modernisiert werden, nicht zuletzt, um Altersarmut vorzubeugen. So hätten Rentner seit 2002 lediglich eine Rentenerhöhung von sechs Prozent bekommen, bei Pensionären dagegen seien es 16 Prozent gewesen; für Rücklagen sei dagegen nicht ausreichend gesorgt. Nicole Bracht-Bendt, FDP-Bundestagsabgeordnete aus Buchholz in der Nordheide, macht deutlich, dass Alter nichts mit "Gebrechlichkeit" sondern eher mit "lebenslangen Ressourcen" zu tun habe. Sie tritt in jeder Hinsicht für Eigenverantwortlichkeit ein, lehnt daher beispielsweise auch einen verpflichtenden Gesundheitscheck beim Führerschein, wie er gerade wieder in der Diskussion ist, ab. "Die Altersgrenzen müssen fallen", sagt Nicole Bracht-Bendt und bekommt Unterstützung von Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirates in Langenhagen. Die ist ebenfalls der Ansicht, dass der Jugendkult Lebenswege verbaue. Der Seniorentag am 6. Oktober steht nach Aussage Christa Röders ganz im Zeichen des "Europäischen Jahrs für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen". Zuvor begehen die Liberalen Senioren aber ihr zehnjähriges Bestehen am 8. September in Langenhagen. Übrigens: In einem Flyer, der landesweit verteilt wird, haben die Liberalen Senioren ihre Standpunkte zusammengefasst.