Seniorenweihnachtsfeier ist geplatzt

Pausenhalle der Kaltenweider Schule reicht nicht mehr aus

Kaltenweide (ok). Die Veranstaltung hat gute Tradition, seit 50 Jahren lädt der Ortsrat Kaltenweide die Seniorinnen und Senioren zur Seniorenweihnachtsfeier ein. Viele Jahre lang wurde die Feier vom DRK, in den vergangenen Jahren von DRK und AWO gemeinsam organisiert. Kaltenweides Ortsbürgemeister Wolfgang Langrehr hat jetzt allerdings eine schlechte Nachricht für alle Seniorinnen und Senioren: In diesem Jahr muss die Feier ausfallen. In den vergangenen Jahren wurden immer die Pausenhalle mit dem angrenzenden Musikraum genutzt. Der Musikraum ist jetzt allerdings in einen normalen Klassenraum umgeändert wordem, der zur Adventszeit geschmückt wird. Eine, wenn auch nur kurzfristige, Nutzung der Änderung störe da nur. Alles müsse durcheinander geschoben, Wandschmuck abgenommen werden. Liedertafel und Bühne haben den Musikraum für ihre Bühne bei der Weihnachtsfeier genutzt, auch der Platz ist laut Verwaltung nicht mehr ausreichend. Denn: Nach den schrecklichen Ereignissen bei der Loveparade in Duisburg im Sommer 2010 ist die Versammlungsstättenverordnung deutlich verschärft worden. Danach könnte in der Pausenhalle der Grundschule eine Feier mit maximal 80 Personen stattfinden. In Kaltenweide gibt es aber mehr als 600 Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren; etwa 400 Seniorinnen und Senioren sind älter als 70 Jahre. Langrehr: „Da wir davon ausgehen müssen, dass wie in den vergangenen Jahren zwischen 120 und 200 Einwohnerinnen und Einwohner der Einladung folgen würden, sind diese Vorgaben nicht einzuhalten. Die Stadt Langenhagen würde die erforderliche Genehmigung nicht erteilen.“ Kaltenweide verfügt über keine großen Räume für mehr als 80 Gäste; eine Alternative kann nach Ansicht Langrehrs unter Umständen die neue Sporthalle der Grundschule darstellen. Nur: „Hier gibt es keine Küche, und so richtig weihnachtliche Stimmung kommt wohl auch nicht auf“, sagt Langrehr. Sein etwas frustriertes Fazit: Immer mehr Kinder, immer größerer Raumbedarf, immer mehr Senioren, aber keine ausreichend großen Räume in Kaltenweide.
Fürs kommende Jahr haben sich Langrehr und die Vorsitzenden von DRK und AWO, Christina Wolkenhauer und Anita Jacob, überlegt, auf einen großen Saal außerhalb Kaltenweides auszuweichen. Zunächst einmal soll allerdings die Meinung der Seniorinnen und Senioren zu diesem Thema eingeholt werden. Das ECHO ist dabei gern behilflich, nimmt Lesermeinungen auf und spiegelt sie zu gegebener Zeit wieder.