Sensei für Fiona Fischer

Mit ihrer Partnerin Svea Tessmer aus Holzminden (links) hat sich Fiona Fischer monatelang auf die Prüfung zum Schwarzen Gürtel vorbereitet.

Godshorner Judoka besteht ihre Dan-Prüfung

Godshorn. Die Sportart Judo hat ein hartes, entbehrungsreiches Jahr hinter sich. Als Kontaktsportart gelten besonders strenge Pandemie-Bestimmungen. So liegt das gesamte Vereinstraining brach und es können derzeit nur noch online Übungsstunden stattfinden. Auch der Wettkampfbetrieb ist zum Erliegen gekommen. Dies traf auch die Godshorner Judoka Fiona Fischer. Der letzte internationale Wettkampf lag mit dem Europa-Cup in Fuengeriola (Spanien) schon über ein Jahr zurück. Seit dem wurde im Cadetten Bereich alles abgesagt. Besonders hart war für die letztjährige Deutsche Vizemeisterin die Streichung der Europameisterschaften. Zwar hat sie als Bundeskaderathletin das Privileg, unter Einhaltung aller Hygienebestimmungen, am Olympiastützpunkt in Hannover weitgehend "normal" weiter zu trainieren; die beim Judo so wichtigen Trainingscamps entfielen aber und auch die Lehrgänge am Bundesleistungszentrum in Kienbaum wurden vom Deutschen Judo-Bund (DJB) stark zurückgefahren. Um so erfreulicher war es dann, als sich die Möglichkeit bot, sich am Olympiastützpunkt auf die Dan-Prüfung vorzubereiten. In dem, speziell für Kadermitglieder angebotenem Lehrgang bereitete sie sich in den vergangenen Monaten zusammen mit ihrer Holzmindener Partnerin Svea Tessmer auf die Meisterprüfung vor.Strikt corona-konform unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. In zwei Prüfungsmodulen ging es dann für die Prüflinge zunächst um Stand- und Spezialtechniken. Am zweiten Termin folgte die umfassende Kata-Prüfung mit 15 festgelegten Würfen, bei denen Schrittfolge und Bewegungen bis auf Detail festgelegt sind und das Bodenprogramm. Fionas Können auf der Matte wurde von vier Prüfern bewertet. Die vielen Übungsstunden und Wochenendeinsätze zahlten sich aus. Zusammen mit Partnerin Svea bestand sie erfolgreich die Prüfung. Mit dem Meistergrad (Sensei) verlassen die jungen Athletinnen hiermit die Schülergrade und sind künftig verpflichtet und berechtigt, den schwarzen Gurt zu tragen.