Sensible Daten verschlüsseln

Holger Ramisch vom ASB wird von Daniel Kolodziej und Lena Maziossek von der DLRG Langenhagen an der Funktechnik vor dem ASB-Einsatzleitungswagen beobachtet.

Evakuierung eines Alten- und Pflegeheimes im Rahmen einer Funkübung

Langenhagen. Jetzt trafen sich in und um die Wasserrettungsstation der DLRG Langenhagen mehr als 30 Teilnehmer von verschiedenen Rettungsorganisationen und Behörden. Es galt ein virtuelles Alten- und Pflegeheim  zu evakuieren.
Die Teilnehmer der Übung wurden im Vorfeld durch zwei Vorträge über die rechtlichen Grundlagen des BOS-Funk und des Amateur Funkes aufgeklärt. Der BOS-Funk ist ein nichtöffentlicher mobiler UKW-Funk für Behörden Organisationen und Sicherheitsaufgaben. Der Amateurfunk wird in Deutschland von 65.000 staatlich geprüften Funkern mit 1.500 Relaisstationen betrieben. Dieser wird mittlerweile als Rückfallebene in Krisenlagen für den BOS-Funk eingesetzt. Zuletzt bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Sommer dieses Jahres.
Die Vorteile des Amateur-Funkes resultieren aus der hohen Sendeleistung (bis zu zehn Kilometern), der ständigen Weiterentwicklung der Technik, des geringen Platz.- und Energiebedarfs und der unkonventionellen Standorte der Sendeanlagen. Natürlich gibt es immer Optimierungsmöglichkeiten, zum Beispiel gegenseitige Ausbildung, die Aufstellung eines Personalpools und nach einer Alarmierung die Überlassung des Materials.
Wie beim BOS-Funk gibt es auch beim Amateurfunk die Möglichkeiten der Nachrichten.- und Datenübertragungen zwischen den Funkteilnehmern.
Da der Amateurfunk öffentlich zugänglich ist, besteht natürlich auch die Möglichkeit des Zuhörens für Nichtbeteiligte. Von daher müssen übertragene sensible Daten verschlüsselt werden.
Nach den Vorträgen wurden zwei Außenstellen am Wietzesee und der Langenhagener Kläranlage eingerichtet, um weite Funkstrecken zu erhalten.
Nun galt es die 200 Bewohner der Pflegeinrichtung zu „evakuieren“. Hierbei mussten unter anderem natürlich immer wieder die Namenslisten über die Funkwege abgeglichen werden. Dies geschah am Anfang über den BOS-Funk, der natürlich schon nach einiger Zeit ausfiel. Der Amateurfunk konnte aber schon nach kurzer Zeit die Aufgaben gut erfüllen.
Aber eine Übung ist auch dafür da, um etwas zu lernen und zu verbessern. So wurden spontan von der Johanniter-Unfall-Hilfe noch imaginäre Feldbetten zu einem Standort für die zu Betreuenden geschickt.
Am Ende waren 150 Personen evakuiert worden und die Übung somit beendet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es noch eine Abschlussbesprechung. Hierbei waren sich der Vertreter der Stadt Langenhagen, die JUH Hannover-Wassertur, der ASB HannoverS tadt, der Fachberater Amateurfunk der Region Hannover, die Funkamateure des Bereiches Notfunk und DLRG Langenhagen einig, dass die Übung sehr gut gelaufen ist.