Sicher unterwegs mit dem Fahrrad

Die Schüler mussten mit dem Fahrrad einen S-Parcours fahren.
 
Gleich zu Beginn des Gesamtparcours mussten die Schüler eine Kette im Kreis führen und diese danach wieder aufhängen.

Die fünften und sechsten Klassen des Gymnasiums Langenhagen hatten zwei Verkehrstage

Langenhagen (lo). Auf dem Schulhof der Außenstelle des Gymnasiums Langenhagen war am Montag und Dienstag viel los. Denn dort war im Rahmen der alljährlichen Verkehrstage der Schule ein großer Fahrradparcours vom ADAC für die Sechstklässler aufgebaut. „Wir machen den Parcours, damit die Schüler verkehrstypische Situationen einüben können“, erläutert Außenstellenleiter Hartmut Bunjes. Dafür waren viele verschiedene Stationen aufgebaut. Gleich zu Beginn war es wichtig, zum einen auf das Startsignal zu warten und zum anderen den Schulterblick durchzuführen. „Viele Schüler haben den Schulterblick aber vergessen“, so Bunjes.
Danach ging es für die Schüler über ein Schrägbrett hin zu einer Kette. Diese mussten sie in die Hand nehmen, einmal im Kreis fahren und die Kette wieder ablegen. „Die häufigsten Fehler waren dabei, dass die Schüler vom Schrägbrett abgekommen sind und die Kette runtergefallen ist“, erläutert der Außenstellenleiter. Doch leichter wurde es auch danach nicht für die Schüler. Denn sie mussten in einem aus Holzklötzen aufgestellten S-Parcours fahren, ohne diese umzuschmeißen.
Aber auch der Spurwechsel war ein wichtiges Thema. Dabei mussten die Schüler ebenfalls auf den Schulterblick achten und an das Handzeichen denken. Was bei der Probefahrt noch nicht so gut funktioniert hat, klappt bei der zweiten Tour bei fast allen. Den Abschluss des Parcours bildete dann ein Slalomparcours mit einem anschließenden Bremstest. „Dafür sollen die Schüler etwas schneller fahren und genau ab einer bestimmten Linie bremsen“, erklärt Bunjes.
Neben dem Fahrradparcours standen für die Sechstklässler aber noch weitere Stationen auf dem Programm. Eine davon war das Rote Kreuz. Jeweils eine Hälfte der Klasse war eine Stunde lang entweder im Krankenwagen oder übte mit der Sanitäter AG unter anderem das Binden von Verbänden. Zudem war Sandra Lübber zu Besuch in den sechsten Klassen. „Sie ist blind und hat den Schülern unter anderem erklärt, wie sie alleine über die Straße kommt und wie ihr Hund ausgebildet wurde“, erläutert Bunjes. Als letzten Programmpunkt gab es noch eine Fußgängerrallye zum Silbersee. „Auf dem Weg dorthin mussten sie Fragen beantworten und natürlich auf den Verkehr achten“, sagt der Außenstellenleiter.
Die fünften Klassen nahmen ebenfalls an den Verkehrstagen teil – allerdings mit anderen Themenschwerpunkten. Einer davon war der Tote Winkel. Dort erklärten Mitarbeiter des ADAC den Schülern, worauf sie im Verkehr zu achten haben und was zu vermeiden ist. Zudem sind sie mit dem Fahrrad zur Feuerwehr und zur DLRG gefahren. Dort erhielten die Schüler Informationen über die Einsatze und das gesamte zur Verfügung stehende Material. Ebenfalls mit dem Rad übten die Gymnasiasten das Fahren in einer Kolonne. „Wichtig hierbei war es, die Gruppe zusammenzuhalten und mit Handzeichen deutliche zu machen, wenn zum Beispiel abgebogen wird oder es ein Hindernis gibt“, sagt Bunjes. In sogenannten Klassenlehrerstunden konnten die jeweiligen Lehrer dann entscheiden, ob sie Filme über verschiedene Verkehrsaspekte zeigen oder lieber eine Reflektion des vorherigen Station machen.