"Sie brauchen die Kontakte"

In Nordirland so wie in Deutschland: Sandra und Connor begrüßen sich.Foto: O. Krebs

Nordirische Schüler sammeln Eindrücke an der IGS

Langenhagen (ok). Im Englischen heißt es "Shake hands", im Deutschen wird vom "Händeschütteln" gesprochen – ein Ritual, das bei der Begrüßung in beiden Ländern üblich ist. Im Gegensatz übrigens zu vielen anderen Kulturen. Die jungen nordirischen Schülerinnen und Schüler, die alle die deutsche Sprache lernen und jetzt an der IGS zu Gast sind, haben sich nach einem Besuch im VW-Werk in Stöcken, mit einem Rollenspiel auf ihr dreitägiges Praktikum in größeren Konzernen, kleineren mittelständischen Betrieben, aber zum Beispiel auch beim Landtagsabgeordneten Marco Brunotte vorbereitet. In Kleingruppen wurde besprochen, was für Fragen auf die Schülerinnen und Schüler zukommen könnten, wie sie ihre ersten Eindrücke schildern und ihr Interesse verdeutlichen sollten. Lehrerin Isabel Wagemann-Steidel: "Das Praktikum ist wichtig für die jungen Leute; sie brauchen die Kontakte. In Nordirland herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, Mobilität ist Pflicht. Eine zweite Fremdsprache wie Deutsch oder Spanisch steht ganz hoch im Kurs." Nach Besuchen in Celle und Bergen-Belsen und einem abschließenden Tag in der Schule fahren die Mädchen und Jungen mit vielen Eindrücken aus dem "sauberen" Deutschland zurück auf die irische Insel. Das ganze Projekt wird übrigens von der UK-German-Connection teilfinanziert. Die Schülerinnen und Schüler aus der katholischen Schule "St. Colum's College" fühlten sich übrigens mehr zur Republik hingezogen, wie Lehrerin Marion Lübbeke erläuterte. Bei einem Besuch in Berlin habe die Begrüßung der Gastgeber mit der britischen Nationalflagge, dem Union Jack, daher ein wenig zu Irritationen geführt.