Sie hilft, wenn es mal brennt

Vormittags im Büro, nachmittags auf dem Trainingsplatz zu finden: Nina Brodersen vor dem Sparta-Gelände an der Emil-Berliner-Straße.Foto: O. Krebs

Nina Brodersen noch bis August als Freiwillige "Mädchen für alles" bei Sparta

Langenhagen (ok). Nicht nur der Traum vieler Sportlerinnen und Sportler, sondern auch vieler Sportbegeisterter: einmal zu den Olympischen Spielen. Ein Traum, der im kommenden Jahr für die Langenhagenerin Nina Brodersen in Erfüllung geht. Die 17-Jährige, die im Februar "endlich volljährig" wird, fährt im Sommer für drei Wochen nach London, besucht unter anderem auch die altehrwürdige Universitätsstadt Cambridge. Und das nicht etwa als Privatperson, sondern zusammen mit anderen Absolventinnen und Absolventen des BFD Sports; eine Reise, für die Nina wegen des recht hohen Eigenanteils durchaus noch auf Sponsoren hofft. BFD? Nina ist noch bis August beim DJK Sparta beschäftigt; die Abiturientin engagiert sich beim Sportverein im Süden der Flughafenstadt in Sachen Bundesfreiwilligendienst im Sport. Die junge Frau, die früher selbst einmal in den Jungenmannschaften von Sparta gekickt hat, übernimmt dabei eine ganze Palette unterschiedlicher Aufgaben, ist quasi das Mädchen für alles bei Sparta. So ist sie für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, kümmert sich aber auch um die Organisation von Veranstaltungen oder um soziale Integration durch Sport im Verein, aber auch die Unterstützung des Platzwartes, das Training mit den Jugendlichen oder die Organisation von Handwerkern, wenn es mal brennt, stehen auf Nina Brodersens Agenda. Erst jetzt musste sie sich um Polizei und Versicherung nach einem Einbruch ins Clubheim kümmern. Und sogar als Schiedsrichterin ist sie schon eingesprungen. "Zwei Projekte muss Nina in diesem Jahr eigenständig auf die Beine stellen", erzählt Sparta-Geschäftsführerin Margret Schiller, die die Aufgabe der Mentorin für dieses Jahr übernommen hat. Das erste hat die junge Frau schon hinter sich, und es hat sie gleich eine ganze Menge an Nerven gekostet. Nina – sie macht parallel beim ASC Göttingen in Seminaren den Übungsleiterschein C-Lizenz für Fitness und Gesundheit – hat die Planung des Nikolausturnieres für Anfang Dezember übernommen, das traditionell in der Robert-Koch-Realschulhalle über die Bühne geht. Nur eben nicht in diesem Jahr, denn die Sporthalle blieb wegen eines Heizungsschadens mehrere Wochen dicht (das ECHO berichtete). Flugs hieß es umplanen, Ersatz musste her, glücklicherweise konnte in der IGS-Halle und in Mellendorf gespielt werden. "Fürs nächste Jahr fällt uns auch noch etwas ein", ist Margret Schiller überzeugt. Jetzt steht aber erst einmal der Silberseelauf Anfang Februar auf dem Programm. Der Job macht ihr richtig Spaß, aber eins kann die leidenschaftliche Tänzerin, die ein Studium der Wirtschaftspsychologie in Lüneburg anstrebt, schon nach wenigen Monaten sagen: "Diese ganze Arbeit, die sonst Ehrenamtliche übernehmen, habe ich vorher total unterschätzt."