Sie will klare Kante zeigen

Kaltenweiderin Tatjana Becker bewirbt sich um SPD-Landtagskandidatur

Langenhagen (ok). Tim Julian Wook bekommt Konkurrenz: Tatjana Becker aus Kaltenweide wirft ihren Hut in den Ring, bewirbt sich bei der SPD um eine Kandidatur für die Landtagswahl im Oktober. Bereits im Sommer wollte Becker für den Bundestag kandidieren, unterlag neben anderen Kandidaten aber in der Vorauswahl der Wedemärkerin Rebecca Schamber. Tatjana Becker will im Wahlkreis 30 antreten, zu dem Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen gehören und der etwa 100.000 Einwohner umfasst. Tatjana Becker ist 40 Jahre alt, verheiratet und Mutte zweier Kinder. Mit zwölf Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Deutschland gekommen, hat als erstes Kinder in der Familie ihr Abitur absolviert und ihr Studium durch Tätigkeiten in der Pflege und im Veranstaltungsmanagement selbst finanziert. Aktuell arbeitet sie bei der Volkswagen Nutzfahrzeuge AG im Bereich der Beschaffung sowie bei der Bundestagsabgeordneten Rebecca Schamber. Tatjana Becker ist im Kaltenweider Ortsrat und stellvertretende Abteilungsvorsitzende in Kaltenweide.Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und Mitglied des Ortsvereinsvorstandes in Langenhagen, darüber hinaus unter anderem Aufsichtsrätin der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen sowie Mitglied des Stadtelternrates.Soziales Engagement in und für die Gesellschaft sei ihr besonders wichtig. Im Landtag wolle sie sich dafür einsetzen, dass die Arbeitsbedingungen im systemrelevanten Berufszweig der Pflege verbessert werden. Außerdem wolle die 40-Jährige klare Kante gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft zeigen. Und besonders wichtig sind ihr nach eigenen Worten Chancengleichheit, Akzeptanz, Respekt und Teilhabe. Inklusion sei eines der wichtigsten Themen durch alle Gesellschaftsschichten hindurch. Sie werde sich für ein soziales Miteinander einsetzen und dafür sorgen, dass verschiedene Personengruppen nicht gegeneinander ausgespielt würden. Die Frage der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei dabei richtungsweisend. Anfang des Jahres soll die Entscheidung fallen, wer für Langenhagen ins Rennen geht.