Sie wollen zugehen, zuhören und mitnehmen

Wollen die SPD gemeinsam voranbringen: Anja Sander und Tim Julian Wook. (Foto: O. Krebs)

Anja Sander und Tim Julian Wook: nicht nur SPD-Doppelspitze, weil es Mode ist

Langenhagen (ok). Sie gehören zwei unterschiedlichen Generationen an und ergänzen sich nach eigener Aussage hervorragend. Die 48-jährige Anja Sander und der 25-jährige Tim Julian Wook sind die neue Doppelspitze des SPD-Ortsvereins Langenhagen. Die beiden treten in große Fußstapfen, Vorgänger Marco Brunotte hat die SPD Langenhagen 20 Jahre sehr erfolgreich geführt und den Ortsverein geprägt. Und Anja Sander macht deutlich: „Wir sind keine Doppelspitze, weil das bei der SPD gerade in Mode ist. Die zwei wollen auf die Menschen zugehen, zuhören und sie mitnehmen. Sie verfolgen einen eigenen, neuen politischen Stil. Sachlichkeit steht für sie im Vordergrund. Und die beiden sind sich einig: „Die SPD ist in Langenhagen der Stabilitätsgarant, der Motor, der alles am Laufen hält.“ Die Zusammenarbeit zwischen Partei und Fraktion laufe wunderbar. Anja Sander und Tim Julian Wook wollen auch Bürgermeister Mirko Heuer in die Pflicht nehmen, sehen bei ihm nicht, dass er die politische Führung übernehme. Sander: „Oft ist es ein Kuddel-Mudddel, und die Ratsmitglíeder wissen nicht, woran sie sind.“ Dabei sei es auch seine Aufgabe für stabile Mehrheiten zu sorgen. Dass das funktionieren kann, habe ja das Thema Klima gezeigt. Nur mit der AfD werde es niemals eine Zusammenarbeit irgendeiner Art geben. Eine große Koalition ist für die SPD mit der CDU im Moment nicht vorstellbar, die Christdemokraten seien zurzeit kein verlässlicher Partner. Und wenn überhaupt, könne es nur rot-schwarz und nicht schwarz-rot lauten. Tim Julian Wook: „Wir wollen nach der nächsten Kommunalwahl wieder den Bürgermeister stellen und werden unseren Kandidaten bald präsentieren.“ Langenhagen bleibe ganz klar unter seinen Möglichkeiten. Der Bürgermeister zeige keine klare politische Linie, auch wenn die Verwaltung gerade in Corona-Zeiten Hervorragendes geleistet habe. Die Rollenverteilung sei klar: Der Rat treffe die Beschlüsse; der Verwaltungschef muss sie umsetzen.
Ganz wichtig ist für Anja Sander und Tim Julian Wook, dass die Bürgerinnen und Bürger sich am Wahlprogramm beteiligen können, die SPD immer ansprechbar ist. Für Ideen und Vorschläge sind schon so genannte Stadtteilkonferenzen geplant. Die Schwerpunkte sind zum Beispiel die Entwicklung der Stadt mit Schulbauten, Finanzen und Wohnungsbau. Aber: Erst komme die Infrastruktur und dann werde geschaut, was machbar sei, sprich wie viele Bürger oder auch Gewerbebetriebe sich ansiedeln können. Es müsse trotz Corona investiert werden, um die Stadt voranzubringen. Wook: „Wir wollen herausbekommen, wo der Schuh drückt, werden deshalb sowohl in Präsenzveranstaltungen nachfragen, aber auch online viele Kanäle bedienen. „Wir wollen Inhalte nach vorn bringen und dafür sorgen, dass sich nicht alle anpatzen“, sind sich die zwei einig. Sie seien jedenfalls motiviert und immer ansprechbar, wollen die Partei rocken und die Zukunft gestalten.