Siebenjähriger weiter in Lebensgefahr

Die Zusammenarbeit der Rettungskräfte funktionierte am Dienstagabend am Silbersee reibungslos. (Foto: F. Berkemann)

DLRG Langenhagen fordert Schwimmwesten für mehr Sicherheit

Langenhagen (ok). Sein Zustand ist nach wie vor kritisch. Ein siebenjähriger Junge ist am Dienstagabend gegen 19.40 Uhr am Silbersee fast ertrunken. Das Kind war aus bislang ungeklärter Ursache im Wasser in der Nähe des Rodelbergs am Ostufer untergegangen. Von einem Fremdverschulden gehen die Ermittler nicht aus, sprechen von einem Unglück. Ob der Junge schwimmen kann, ist nach Auskunft der Polizei noch nicht endgültig geklärt. Der Vater erlitt einen Schock. Verwandte hatten das Fehlen des Siebenjährigen bemerkt und mit weiteren Jugendlichen begonnen zu suchen. Als sie ihn gefunden hatten, begann ein Arzt, der auch zufällig am See war, mit den Reanimationsmaßnahmen. Ein Rettungswagen brachte das Kind in die Klinik zur weiteren Behandlung. Das Zusammenspiel der Rettungskräfte habe hervorragend funktioniert. Die DLRG Langenhagen, die mit Hilfskräften dabei war, hat in diesem Sommer schon mehrere brenzlige Situationen beobachtet. So weist Pressesprecher Frank Berkemann darauf hin, dass Schwimmer ihre Kräfte niemals überschätzen sollten. Nichtschwimmer sollten sich nur in gesicherten Bereichen aufhalten, Nichtschwimmer-Kinder unbedingt pausenlos von ihren Eltern und Begleitern im Auge behalten werden. Und weiter: "Alkohol und Schwimmen passen niemals zusammen." Dazu komme oft Übermut. Eltern müssten darüber hinaus immer wieder von der Lebensrettern ermahnt werden, ihre Kinder besser auszurüsten. Schwimmflügel seien keineswegs sicher. Sie könnten abrutschen, wenn die Arme nach oben gestreckt würden. Helfen würde kleinen Kindern und Nichtschwimmern lediglich eine Schwimmweste mit Schrittgurt. Sie nütze etwas, wenn sie vorn verschlossen sei.