Silke Schatz ist die Nummer 68

Würdigten das Werk über Silke Schatz (3. von links): Joachim Werren, Staatssekretär und Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen (von links), Ursula Schöndeling, künstlerische Leiterin des Kunstvereins Langenhagen, und Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel Museums.Foto: O. Krebs

Kunstverein: Ausstellung „Extra Langenhagen“ noch bis zum 11. November

Langenhagen (ok). Die Nachricht habe sie quasi kalt in ihrem „kreativen Mittagsschlaf“ erwischt, der Anruf sei allerdings „wie ein Lottogewinn“ für sie gewesen. Silke Schatz ist die Nummer 68 in der Buchreihe „Kunst der Gegenwart aus Niedersachsen“. Die Autorin hat sich in einer Biographie dem Leben und Wirken von Silke Schatz gewidmet, die heute zwar in Köln lebt, allerdings in Celle aufgewachsen ist. Ihre Zeichnungen, Skulpturen und Gemälde erforschen architektonische Situationen als öffentliche und private Orte, als Träger historischer und gegenwärtiger Sinnzusammenhänge. Dabei reflektiert sie unter anderem auch ihr eigenes Leben, gefangen in den Widersprüchen unserer Zeit und Gesellschaft. Zwei Mal war die Künstlerin bereits beruflich in Langenhagen, jetzt stellt Silke Schatz zum dritten Mal beim Kunstverein an der Walsroder Straße aus. „Extra Langenhagen“ lautet der Titel ihrer Präsentation, die sich mit markanten Orten der Flughafenstadt auseinandersetzt und noch bis zum 11. November zu sehen ist. Silke Schatz hat sich besonders intensiv mit dem Eichenpark und dem Gelände der ehemaligen Nervenheilanstalt auseinandergesetzt. Orte, wo aus ihrer Sicht jede Menge zu entdecken ist. Auf drei Seiten des Buches finden sich Abbildungen aus Langenhagen wieder. Die Monografienreihe „Kunst der Gegenwart aus Niedersachsen“ – es gibt sie bereits seit 50 Jahren – wird übrigens von der Stiftung Niedersachsen herausgegeben und in jedem Kulturinstitut verteilt. Autorin Lilian Haberer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut in Köln, führt aus verschiedenen Perspektiven in das vielgestaltige und doch pointierte Werk von Silke Schatz ein und verknüpft es mit aktuellen kunsthistorischen, medialen und politischen Diskursen.
Die neue Internetpräsenz www.kunst-in-langenhagen.de soll die Entwicklung der Kulturlandschaft Niedersachsens fördern und ist deshalb bedeutsam für die bundesweite Präsentation niedersächsischer Kunst und Kultur. Das Werk über Silke Schatz ist im Buchhandel erhältlich.