Sind die Mülltonnen unabwendbar?

Langenhagen (gg). „Die Säcke bleiben nicht!“ - mit dieser sehr deutlichen Ansage informierte Aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter Mitglieder und Gäste der Versammlung des SPD-Ortsvereins AG 60+. Der Vorsitzende Klaus Danneberg hatte Hülter als Referentin zum Thema Abfallentsorgung eingeladen, die geplante Umstellung vom Müllsack auf die Mülltonne war das Hauptthema. Hülter erklärte den Kostendruck aus der Deponie und der Verbrennungsanlage, die Aha müsse über Gebühren Einnahmen erwirtschaften. Informationen der Zuhörer, dass der bundesweit bekannte Entsorger Remondis Milliarden mit dem Recycling verdiene, bestätigte sie. „Weltmeister“ seien die Bürger beim Trennen von Verpackung und Papier für die Aha in der Region Hannover, doch das sei ein „totes Pferd“. Die gesammelten Verpackungen wie Milchtüten in den gelben Säcken bezeichnete sie als „Pest in Tüten“, für die es „keine Verwertung gibt“ und die seit 20 Jahren nach der seperaten Einsammlung durch die Müllwerker der Aha am Ende doch im Restmüll landen.
Dass für die Sicherung der Einnahmen über höhere Gebühren auch die Müllsäcke abgeschafft und Mülltonnen eingeführt werden sollen, stieß unter den Zuhörern auf heftigen Protest. Zu Argumenten wie „Stellplätze für Tonnen fehlen“ und „Menschen mit Gehbehinderung können einen Müllsack mit dem Rollator zur Straße bringen, eine Tonne nicht“, gab es keine Gegenrede.
Auch der rechtliche Hintergrund mit der Gebührenstruktur wurden erörtert, wie im ECHO vom 15. Februar (Seite 9) bereits beschrieben. Die Einführung der Mülltonnen wird Thema in der nächsten öffentliche Regions-Ausschuss-Sitzung für Abfallwirtschaft am 14. März im Regionshaus, Hildesheimer Straße, sein.