Smarte Mängelmeldung für das Rathaus

Marc Köhler mahnt zur sachlichen Diskussion

Langenhagen (gg). Mirko Heuer, CDU-Fraktionsvorsitzendr, freute sich in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses und sieht sein Durchhaltevermögen als bestätigt. Bereits im Jahr 2007 habe die CDU eine digitale Kommunikationsmöglichkeit zwischen Bürger und Verwaltung angeregt. „Wir sind dran geblieben (2009, 2011 und bis heute) und freuen uns, dass es nun eine App gibt.“ Aufgrund einer entsprechenden Drucksache hatte die Verwaltung geprüft, Software und Schulung für 3.570 Euro gekauft, in die Rathaus-IT-Struktur integriert und den neuen App-Service für Bürger Anfang der Woche bereits bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen digitalen Mängelmelder. Bürger, die ein Apple- oder Android-Smartphone nutzen, können Hinweise, Anregungen oder Missstände mit der App (zu finden auf der Internetseite http://maengelmelder.langenhagen.de oder im App-store) online melden. Der Vorteil: da bei den smart-phones GPS mitläuft, erübrigt sich eine aufwendige Ortsbeschreibung. Kathrin Austermann, Bürgermeisterbüro, hat die Einführung des Systems begleitet. Bisher liefen bei ihr pro Jahr rund 300 Hinweise oder Beschwerden auf - per Email, Telefon oder über die bekannten gelben Karten, die im Rathaus auszufüllen sind. Im Internet kann nun jedermann die von ihr freigegebenen Mängel oder Hinweise einsehen. Im Hintergrund nutzt die Verwaltung das System zur Bearbeitungsoptimierung. Für letztere hat die CDU-Fraktion eine Reihe weiterer Vorschläge auf dem Tisch, wünscht sich eine Online-Umsetzung der Rats- und Gremien-Arbeit, die Einrichtung eines zentralen Finanzcontrollings und IT-optimierte Betriebsprozesse. Für letztere geben SPD und Grünen ihre Zustimmung. „Sinnvolle Lösungen müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden“, sagt Jean-Pierre Hühne von der SPD. „Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen“, ergänzt Dirk Musfeldt, Grünen-Fraktionsvorsitzender.
Eine sachliche politische Diskussion mahnt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler in der Sitzung an: „Hier werden Themen, die nichts miteinander zu tun haben, immer gerne gegeneinander ausgespielt – nach dem Motto wir sparen bei kleinen Anschaffungen, aber leisten uns ein Bad. Das bringt nichts und ist unsinnig.“