So macht Schützenfest richtig Spaß

Überraschende Ehrung des Oberschützenmeisters (von links): Wilhelm Ehlers, Michael Freiberg und Marco Greeske. (Foto: K. Raap)
 
Beim Einmarsch in das Festzelt: Das Musikcorps Krähenwinkel, das zum 15-jährigen Bestehen mächtig zu tun hatte. (Foto: K. Raap)

Fünf Tage lang ein attraktives Angebot für Besucher

Langenhagen (kr). Ein ausgebuchtes Festzelt, leckere Rouladen beim Schützenschmaus und ein exzellentes Konzert von Ernst Müller mit dem Hausorchester SKH Prinz von Hannover: So kann man den traditionellen alljährlichen Sonntagmittag beim Langenhagener Schützenfest beschreiben. Musikdirektor Müller bewies einmal mehr ,wie man stilsicher ein Schützenfestprogramm präsentiert. Es erklangen Melodien wie „Leichte Kavallerie“, „ Der Jäger aus Kurpfalz“, „O mein Papa“ und „Wir sind die Niedersachsen“. Ernst Müllers Kollege vom Blasorchester Langenhagen, Harald Sandmann, dirigierte als Gast souverän „Gruß aus Kiel“, den Lieblingsmarsch des ehemaligen Oberschützenmeisters Heiner Rust. Und Sponsorin Sonja Vorwerk-Gerth machte mit dem Taktstock bei „Alte Kameraden“ eine gute Figur.
Nach dem Essen gab es „Horridos“ am Fließband, denn geehrt wurden die Majestäten der vier Vereine, der König der Könige Eckart Ferkau, Peter Gelbrecht für seine totale Überarbeitung der richtungsweisenden Trompeterfiguren sowie Iris und Jörg Ahrend für ihre 25-jährige Arbeit als Festwirtsehepaar. Dann wurde Michael Freiberg zweimal richtig überrascht. In einer sehr persönlichen Laudatio richtete Wilhelm Ehlers zunächst ein Riesen-Dankeschön an den Oberschützenmeister für dessen engagierte und systematische Arbeit in Sachen Schützenfest. Dann erhielt Freiberg die Kater-Scheibe, die normalerweise aufgrund der „Auftritte“ am Freitag und Sonnabend vergeben wird. An diesen Tagen ist Trinken für Freiberg allerdings ein Fremdwort. So legten seine Vorstandskollegen den Montag des letzten Jahres zugrunde. Und das ist der Tag, den Michael Freiberg nach getaner Arbeit so richtig auslebt, auch mit langen Soli auf der Tanzfläche. Die Kätzchenkette wurde Bianca Rödl umgehängt.
Ein bewegender Augenblick, als Ursula Eikemeier die erstmals ausgeschossene Uwe- Eikemeier-Kette an den Sieger Jörg Nevermann überreichte. Uwe Eikemeier, der am 5. Dezember 2017 verstorben war, hatte von seinem großen Weitblick und seiner Zielstrebigkeit, für die er im Beruf bekannt war, auch einiges auf seinen Verein die Schützengesellschaft übertragen. Mit neuen Ideen und großzügigem Sponsering setzte er Maßstäbe.
Vor dem großen Festumzug übernahm Helmut Rust, Festleiter des SV Brink, zum elften Mal die durchaus anstrengende Begrüßung sämtlicher Gastvereine, die mit Musik in den Rathausinnenhof hinein und wieder heraus geleitet wurden. Unter den neun Kapellen auch das „Musikcorps Langenforth“ und das „Young Spirit Orchestra“ aus Langenhagen. Mit von der Partie über 40 Gastvereine und Gruppierungen. Hinzu kamen Trecker und diverse Festwagen und ein motorisierter Welfen-König mit Anhang. Ein eindrucksvoller Ausmarsch, der die vielen Besucher an den Straßenrändern restlos begeistert haben dürfte. Ein weiterer Höhepunkt war das umjubelte Konzert der Kapellen im aus den Nähten platzenden Festzelt. Auch am Sonnabend hatte die Musik eine große Rolle gespielt. Die „NDR 1 Disko“ löste mit ihren Hits der letzten Jahre einen Run auf die Tanzfläche aus. Während der fünf Tage wurde auch der Festplatz sehr gut besetzt. Das Organisations-Team, dem die vier Vereinsvorsitzenden Michael Freiberg, Manfred Pilgrim, Peter Patz und Eckart Ferkau sowie Wilhelm Ehlers, Horst Neure, Julia Othersen und Marco Greeske angehören, dürfen sich nach diesem rundum gelungenen 56. gemeinsamen Schützenfest sicherlich getrost selbst einmal auf die eigene Schulter klopfen. Stolz auf das Super-Volksfest war natürlich auch Bürgermeister Mirko Heuer, der mit seiner positiven Einstellung zum Schützenwesen und seiner stetigen Präsenz zum Erfolg beigetragen hatte.
Bewährt für beide Seiten hat sich einmal mehr, dass am Sonntag das CCL seine Pforten zu einem „Tag der offenen Tür“ öffnete.