Sorgsame Vorsicht

Grüne wollen Einsatz von Glyphosat prüfen

Langenhagen (gg). Mit einer Anfrage zum Einsatz von Glyphosat auf städtischen Flächen hat sich nun die Grüne-Ratsfraktion an die Stadtverwaltung gewandt. Glyphosat ist weltweit als Unkraut-Bekämpfungsmittel bekannt und bewährt, weil es im Boden nach gewünschter Wirkung schadfrei und grundwasserneutral zerfällt und weil es nicht im Körper von Mensch und Tier gespeichert wird, sondern zügig über den Urin abgegeben wird. Nach Einschätzung der Grünen gerate der Wirkstoff mehr und mehr in die Kritik, die insbesondere durch eine aktuelle Studie des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) untermauert werde. Zudem sei der Wirkstoff im Urin von Großstadtbewohnern in 18 Ländern nachgewiesen worden. Die Stadt Rotterdam habe hieraus nun die Konsequenzen gezogen und nach einer erfolgreichen Petition mit sehr hoher Bürgerbeteiligung (600.000 Unterschriften) den Einsatz von Glyphosat verboten. Laut Pressemitteilung des Ortsverbandes komme es neben den gesundheitlichen Risiken zur Verunreinigung des Grundwassers, was Kosten in Millionenhöhe verursache.
Hierzu der Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt: „Bei städtischen Grünflächen sollte auf den Einsatz von Glyphosat komplett verzichtet werden - für den weitergehenden Einsatz, beispielsweise in der Landwirtschaft, werden wir uns an bereits erprobten, umweltschonenden Konzepten anderer Kommunen orientieren.“
Bis Redaktionsschluss lag keine Auskunft der Stadtverwaltung vor, ob in Langenhagen auf städtischen Flächen überhaupt Unkraut-Bekämpfungsmittel eingesetzt werden.