Sozialdienst ist gefordert

Langenhagen (gg). Nach dem Kauf des Gewerbeobjektes an der Hans-Böckler-Straße zur Umwandlung in eine Unterkunft für Asylbewerber seitens der Stadtverwaltung und der in der jüngsten Ratssitzung bekannt gegebenen Aufnahmequote für Langenhagen, muss sich der Sozialdienst auf wachsende Aufgaben gefasst machen. Integrationshilfe wird auch von Ehrenamtlichen geleistet. Die sind jedoch vielfältig in der Struktur und im Arbeitsziel aufgestellt Diese Kräfte könnten aber gebündelt werden. Das wurde nach einem Vorschlag von Ratsherr Wilhelm Behrens deutlich. Er wollte einen „Verein für Willkommenskultur“ gründen. Umgehend meldeten sich Wilhelm Zabel und Elke Zach vom Verein „Gemeinsam leben in Langenhagen“, der für den selben Zweck bereits vor rund 25 Jahren gegründet wurde. „Ehrenamtliche aus unserem Verein kümmern sich bereits um Flüchtlinge, aktuell in der Unterkunft Zollkrug und zukünftig an der Hans-Böckler-Straße und an der Osterriede. Es ist mehr als nur eine Willkommenskultur und geschieht in enger Absprache mit dem Sozialdienst. Wir wollen sinnvoll helfen, dabei nicht übertrieben handeln“, erklärt Wilhelm Zabel im Gespräch mit dem ECHO. Er bestätigt mit Blick auf die vielfältigen sozialen Leistungen im Mehr-Generationen-Haus, DRK, AWO, SoVD und kirchlichen Einrichtungen, dass dringender Koordinierungsbedarf besteht. „Jede Gruppe hat ihre Berechtigung, denn es geht um freiwillige Leistungen“, betont Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch zur Situation. Zukünfig soll die Arbeit des Büros für Bürgerengagement im Rathaus auch wieder Fahrt aufnehmen. Bereits für kommenden Montag hat der Sozialdienst die Ehrenamtlichen im Arbeitsfeld Integrationshilfe zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.