Soziale Integration geplant

100 Fachleute in Langenhagen

Langenhagen. Mit einem großen Überblick und konkreten Bespielen zur „Sozialen Integration im Quartier“ befassten sich knapp 100 Teilnehmer in der Transferwerkstatt zum gleichnamigen Investitionspakt in Langenhagen am vergangenen Dienstag. Auf der Agenda der gut siebenstündigen Fachveranstaltung standen neben Vorträgen, Diskussionen in Arbeitsgruppen auch eine Exkursion, bei der sich die Teilnehmer über Investitionspaket-Maßnahmen im Soziale Stadt-Gebiet Wiesenau informierten.
„In der Adolf-Reichwein-Schule haben Vertreter des Architektenbüros und der Schulleitung berichtet, wie wir mithilfe von baulichen Veränderungen diesen Standort zu einem Lern- und Lebensraum für die Schule und das ganze Quartier umgestalten wollen“, erläuterte Langenhagens Stadtbaurat, Carsten Hettwer. „Auf dem Quartiersplatz an der Freiligrathstraße mit dem angrenzenden barrierefreien Spielplatz konnten wir zeigen, wie auch dort dank der Zusammenarbeit unterschiedlichster Partner eine lebendige Mitte entstanden ist – und wie viele Ideen es noch gibt, das Quartier weiterzuentwickeln.“
Das Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung haben im Rahmen des Investitionspaktes „Soziale Integration im Quartier“ im Frühjahr 2018 zu einer regionalen Transferwerkstatt nach Langenhagen eingeladen. Mit dem Investitionspakt fördern Bund und Länder die Erneuerung sowie den Aus- und Neubau sozialer Infrastruktur und deren Weiterentwicklung zu Orten des sozialen Zusammenhalts und der Integration in Städten und Gemeinden. Neben baulichen Investitionen werden auch begleitende Maßnahmen wie zum Beispiel durch ein Integrationsmanagement unterstützt. Ziel ist es, Orte und Angebote zu schaffen, die sich an alle Bevölkerungsgruppen richten und den sozialen Zusammenhalt stärken. Dies können sowohl Bildungseinrichtungen wie Schulen, Bibliotheken und Kindertagesstätten sein als auch Bürgerhäuser, Stadtteilzentren oder Sport- und Spielplätze. Dafür stellt der Bund den Ländern in den Jahren 2017 bis 2020 jährlich 200 Millionen Euro als Finanzhilfe zur Verfügung. Seit 2017 wurden 235 Maßnahmen in über 200 Kommunen aufgenommen.
Die Transferwerkstatt dient dem Erfahrungsaustausch zwischen den Programmkommunen und den Akteuren, die mit der Planung und Umsetzung von Maßnahmen des Investitionspaktes befasst sind. Die Transferstelle gibt einen ersten Überblick über die Bandbreite der bereits geförderten Maßnahmen. Am Nachmittag gibt es Gelegenheit für einen Austausch in Arbeitsgruppen.