SPD erteilt drei Absagen

CDU wirbt für "familienfreundliche Stadt"

Langenhagen (ok). Drei Anträge in Sachen familienfreundliche Stadt Langenhagen hat jetzt die CDU-Fraktion auf den Weg gebracht. Im ersten Fall geht es um das Thema Spielleitplanung in abgespeckter Form – die CDU hatte vor einiger Zeit schon einmal einen ähnlichen Antrag formuliert, damals aber 70.000 Euro veranschlagt. Jetzt sind es dagegen "nur" 40.000 Euro. Der CDU geht es dabei nicht nur um die Spielplätze, vielmehr solle der ganze Stadtraum erkundet und einbezogen werden. Alle "öffentlichen Freiräume" sollen Berücksichtigung finden, existierende Flächen für Spiel, Erlebnis, Aufenthalt und Bewegung zu sichern und neue zu entwickeln. Fraktionschef Mirko Heuer: "Spielleitplanung ist ein Verfahren zur Erhaltung und Verbesserung des Lebensumfeldes von Kindern und Jugendlichen." Alle Bürgerinnen und Bürger sollen mitmachen, Schulen auch mit von der Partie sein. Die Spielleitplanung soll nach Auffassung der CDU zukünftig zur "kommunalen Daueraufgabe" werden; in Wiesenau, Stadtmitte und Langenforth fällt zunächst einmal der Startschuss. Die Sozialdemokraten stehen dem "relativ umfangreichen Verfahren" nicht so positiv gegenüber, der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler sieht "keinen so großen aktuellen Veränderungsbedarf" und bringt den Begriff "Planungswut" ins Spiel. Auch mit der Forderung nach mehr Hortplätzen kann sich Köhler nicht so recht anfreuden. Zusammen mit den Grünen setze die SPD langfristig auf das Pferd "Offene Ganztagsschule". Heuer findet das fragwürdig, in der Drucksache schreibt er: "Die Schulleitungen fühlen sich in der aktuellen Diskussion über die schnelle Schaffung weiterer Ganztagsschulen eher als Getriebene denn als Treiber, da die Politik scheinbar die eigene Verantwortung für den Ausbau der Ganztagsbetreuung ab dem Grundschulalter an die Schulen und deren Schulvorstände abgibt".
Und auch den dritten Vorschlag der Christdemokraten, die mobile aufsuchende Jugendarbeit (MAJA) in Zukunft beim Fachdienst Kinder und Jugend anzusiedeln – nicht zuletzt, damit die Mitarbeiter flexibler eingesetzt werden können – erteilt Köhler eine klare Absage: "Das sollten wir beim Verein für Sozialarbeit lassen. Das Subsidiaritätsprinzip hat sich an dieser Stelle bewährt."