Spenden-Flohmarkt bei den Johannitern

Bilanz nach der Premiere: 30 Besucher und 300 Euro

Langenhagen. Zum ersten Mal öffnete jetzt die Johanniter-Kleiderkammer "Nahtstelle" in Langenhagen ihre Türen nicht nur für bedürftige Menschen. Dafür gab es gleich mehrere Gründe: Das Lager ist mehr als voll, im kommenden Sommer steht für die gesamte Dienststelle des Nordhannoverschen Ortsverbandes der Umzug in die ehemalige Eishalle an der Brüsseler Straße an und die ehrenamtlichen Helfer der Kleiderkammer benötigen finanzielle Unterstützung. So wurde zum Spenden-Flohmarkt eingeladen. Die Tore der hinteren Fahrzeughalle öffneten sich. Schon am Vortag hatten die Helfer der "Nahtstelle", unterstützt von Katastrophenschutzhelfern des 15. Einsatzzuges, alles vorbereitet. Vier Stunden lang konnten Second-Hand-Fans sich aus rund 120 Kartons mit Männer-, Frauen und Kindersachen die schönsten Stücke herauspicken. Etwa 30 Besucher waren gekommen, fast jeder fand etwas für sich und spendete dafür einen Betrag seines Ermessens. Am Ende kamen rund 300 Euro für die Kleiderkammer zusammen. "Die Langenhagener haben uns so viel Kleidung gespendet, vieles sehr gut erhalten, manches sogar ungetragen. Dafür vielen Dank", sagte Jennifer Rihm, Koordinatorin der "Nahtstelle". Mit dem Geld wollen die ehrenamtlichen Helfer ihr Angebot aufrechthalten und weiter ausbauen. Geplant ist beispielsweise eine Nähwerkstatt, um gespendete Kleidungsstücke reparieren und ändern zu können.
Das Team der "Nahtstelle" besteht nur aus ehrenamtlichen Helfern und entstand aus einer spontanten Hilfsaktion während des Flüchtlingszuzuges 2015/2016. Das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Die Helfer versorgen bedürftige Menschen mit Kleidung, unterstützen aber auch beim Spracherwerb, bei Behördenangelegenheiten und Alltagsproblemen aller Art. Den Flohmarkt am Sonnabend nutzten sie außerdem, um Kleidung zu sortieren und damit in den kommenden Monaten andere (JUH-)Einrichtungen zu unterstützen. Beispielsweise versorgt die "Nahtstelle" den Kältebus aus dem Ortsverband (OV) Hannover-Wasserturm mit dicker Winterkleidung, Schlafsäcken und Isomatten. Bettwäsche geht oft in die Unterkunft für drogenabhängige Obdachlose im Ortsverein Hannover-Leine und nicht mehr nutzbare Kuscheltiere bekommt das Tierheim.