Sperrung bleibt zeitlich begrenzt

Pilotprojekt „Schutzzone an Grundschule Engelbostel“ ist gut angelaufen

Engelbostel. Seit zwei Wochen gibt es in Langenhagen eine „Schutzzone an einer Grundschule“. Die Stadtverwaltung hatte sie als Pilotprojekt in Engelbostel mit Beginn des neuen Schulhalbjahres eingerichtet. Die Straße Klusmoor ist seit dem 4. Februar an Schultagen für vier Stunden gesperrt. Die Straße Gosewischs Garten ist eine Anliegerstraße.
„Mit dem Anfang Februar gestarteten Pilotprojekt wollen wir verschiedene Erfahrungen sammeln: Sind die Änderungen zweckmäßig, muss eventuell irgendwo nachjustiert werden und natürlich, ob die Eltern und alle anderen die Schutzzone mittragen“, listet Boris Ehrhardt auf, Leiter des Langenhagener Ordnungssamtes. Die ersten zwei Wochen des Projektes verliefen gut: Viele Eltern kannten offenbar die geänderten Verkehrsregeln, berücksichtigten diese ab dem ersten Tag und befolgten sie auch im Weiteren. Einige Eltern hielten sogar abseits der eigens eingerichteten Bring- und Holzonen und legten die letzten paar Meter zum Klusmoor gemeinsam mit ihren Kindern zurück.
„Für die Kinder ist die Situation auf der Straße übersichtlicher und in dieser Hinsicht sicherer als vorher“, sagt Benjamin Stein, städtischer Verkehrsplaner. „In der Vergangenheit kam es durch vor der Schule haltende, parkende und wieder anfahrende Autos zu mitunter schwierigen Situationen.“ Diese Gegebenheiten waren im vergangenen Jahr Anlass, die Verkehrsregelung im Klusmoor zu überprüfen und zu hinterfragen.
„Seit Beginn der Schutzzone habe ich, wenn ich mal morgens oder auch mal nachmittags vor dem Schulgebäude war, einen autofreien Klusmoor vorgefunden“, berichtet Stefanie Haller. Wie die Leiterin der Grundschule Engelbostel ergänzt, sei die Situation ungewohnt. Die Kinder hätten sie aber zügig angenommen. „Wir haben das Thema Sicherheit in unserem Morgenkreis angesprochen und mithilfe der Polizei deutlich gemacht, worauf beim Überqueren einer Straße zu achten ist – unabhängig davon, ob sich ein Auto nähert oder nicht.“
Die Polizei Langenhagen hat im Rahmen der Schulwegsicherung bereits regelmäßige kontolliert.
„Uns war von Anfang an wichtig, die Schutzzone in einer für alle verträglichen Variante zu entwickeln, daher werden wir die Situation auch weiterhin intensiv beobachten und nötigenfalls anpassen“, betont Ehrhardt. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung zugunsten einer zeitlich begrenzten Straßensperrung und gegen die Abpollerung eines Straßenabschnitts aus. „Eine stundenweise Sperrung hat zudem den Vorteil, dass Eltern ihr Kind vormittags durchaus mit dem Auto von der Schule abholen könnten, wenn es etwa über Übelkeit klagt.“
Die Eltern hatte die Verwaltung Start des Pilotprojektes Anlieger und die Eltern der Kinder an der Grundschule informiert. Für die ersten vier Tage wurden zudem etwa 200 Flyer vorbereitet, um sie vor Ort verteilen zu können. „Wir haben nur einen Teil davon gebraucht“, erinnert sich Dennis Dolz vom Langenhagener Ordnungsamt und ergänzt: „Oft sind auch Eltern auf uns zugegangen und haben sich positiv zur Schutzzone geäußert.“