Sportlicher Ehrgeiz in Grenzen

Hier geht’s um die Wurst: Nicht nur die Hunde hatten ihren Spaß beim sportlichen Wettbewerb. (Foto: D. Lange)

Tag der offenen Tür im Tierheim

Evershorst (dl). Der Anzahl der Autos nach zu urteilen, hätten sich die Besucher im Tierheim zum Tag der offenen Tür eigentlich stapeln müssen. Von Evershorst bis zur Autobahnbrücke reichte die Schlange der parkenden Autos und auch der extra ausgewiesene Parkplatz an der Wagenzellerstraße mit Shuttledienst zum Tierheim war voll. Ganz so dramatisch war es dann aber doch nicht. Man konnte sich bewegen. Schon recht früh kamen die Besucher, um sich das neue Katzenhaus anzusehen, sich mit den Tierpflegern zu unterhalten und wer sich für die Anschaffung eines Hundes oder einer Katze informieren wollte, nutzte die Gelegenheit, erste Gespräche zu führen. „Nicht jedes Tier passt in jeden Haushalt, darum informieren und beraten wir die Interessenten im Vorfeld der Vermittlung“, sagte der Vorsitzende des Tierschutzvereins und Geschäftsführer des Tierheims, Heiko Schwarzfeld. „Die Verhaltensweisen und Ansprüche der Tiere unterscheiden schon sehr und auch wir möchten die Interessenten kennenlernen und wissen, wem wir ein Tier vermitteln können. Die Ansprüche und Vorstellungen derjenigen, die sich einen Hund oder eine Katze wünschen, sind mitunter mit den vorhandenen Gegebenheiten nicht immer vereinbar. Zurzeit leben rund 250 Katzen und 100 Hunde bei uns. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum uns die Tiere gebracht werden. Wegen eines Umzugs oder des Todes der Besitzer oder wegen eines unverhofften Nachwuchses, beispielsweise bei den Katzen. Freilebende Katzen nehmen wir dagegen nicht auf, die würden hier die Wände hochgehen. Auch keine Tiere für die Urlaubszeit, dafür gibt es mittlerweile die Tierpensionen.“ Der Tierschutzverein als Träger des Tierheims mit einem Jahresetat von 2 Millionen Euro hat 12.000 Mitglieder und zu den 50 Mitarbeitern im Tierheim kommen noch viele ehrenamtliche Helfer dazu, die beispielsweise täglich mit den Hunden Gassi gehen, um die Tiere sozialfähig zu halten. Das umfangreiche Programm zum Tag der offenen Tür bot nicht nur den Zweibeinern eine Menge Zerstreuung und Spaß, sondern auch den mitgebrachten Vierbeinern. Ein Hunderennen versprach deshalb viel Spaß für alle Beteiligten, auch wenn sich der sportliche Ehrgeiz bei einigen Hunden doch eher in Grenzen hielt. Während der eine zwischendurch einen Boxenstop einlegte, um sich mit ein paar Streicheleinheiten verwöhnen zu lassen, ließen es andere erst mal langsam angehen oder mussten mit der Aussicht auf ein Leckerli extra motiviert werden, damit sie wissen, wofür sie sich anstrengen sollten. Zur Not musste Herrchen oder Frauchen auch vorweg laufen, um dem Hund zu zeigen, was zu tun ist.