Sprache als Grundvoraussetzung

Editha Lorberg referierte zum Thema “Integrationspolitik in Niedersachsen“

Langenhagen Auf Einladung der Senioren Union CDU Stadtvereinigung Langenhagen referierte die Vorsitzende der Integrationskommission des Niedersächsischen Landtages, Editha Lorberg, über die Herausforderungen einer gelingenden Integration.
„Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Schlüsselaufgabe unserer Zeit und schließt alle Lebensbereiche ein. Integration ist dann gelungen, wenn die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben Realität ist“, betonte Lorberg.
Knapp ein Fünftel unserer Bevölkerung, rund 15 Millionen Menschen, in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Das heißt, sie sind entweder aus dem Ausland zugewandert oder haben mindestens ein Elternteil, das aus dem Ausland zugewandert ist. Bereits ein Drittel aller Kinder in Deutschland unter fünf Jahren hat einen Migrationshintergrund.
Die Niedersächsische Landesregierung habe im Jahr 2010 mehr als 80 Millionen Euro für Integrationsmaßnahmen ausgegeben. Schwerpunkte der Integrationspolitik sind Sprache und Bildung, Übergang Schule/Beruf, Integration in das Erwerbsleben, Interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz, Integration vor Ort, Religion und Integration, Gesundheit und Medien.
Editha Lorberg machte deutlich, dass nach wie vor die Sprache Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sei. Sie hob hervor, dass im Bereich der frühkindlichen Bildung über Sprachstandtests vor der Einschulung und gezielte Sprachförderung frühzeitig entscheidende Weichen gestellt werden können.
„Aufgrund des demografischen Wandels und einer Abwanderung qualifizierter Personen mit deutschem Pass können wir es uns nicht leisten, integrationswillige Menschen mit Migrationshintergrund sich selbst zu überlassen. Alle Ebenen, bis hin zu jedem einzelnen, profitieren von der Zuwanderung und einer gelungenen Integration in unsere Gesellschaft. „Niedersachsen braucht Zuwanderung“ erklärte Lorberg abschließend.