Springt ZAG-Chef Martin Weiß ab?

Was wird jetzt aus dem alten Hallenfreibad an der Berliner Allee in Godshorn. (Foto: J. Hameister)

Ambitioniertes Millionen-Projekt "Klein-Schalke" scheint vorerst geplatzt

Godshorn (ok). Er hatte große Pläne, wollte auf dem Gelände des ehemaligen Hallenfreibades in Godshorn eine Arena "Klein-Schalke" und ein Reha-Zentrum für rund 60 Millionen Euro bauen (das ECHO berichtete mehrfach ausführlich). Doch jetzt scheint der potenzielle Investor und millionenschwere Martin Weiß, Chef der Zeitarbeitsfirma ZAG, abgesprungen zu sein. Zumindest zu 80 Prozent, wie Godshorns Ortsbürgemeisterin Ute Biehlmann-Sprung in der jüngsten und ersten Ortsratssitzung in diesem Jahr mitteilte. Sie musste mit aufwändiger Technik in Hybridform im Dorfgemeinschaftshaus über die Bühne gehen, weil SPD und Grüne wegen der Corona-Pandemie per Videokonferenz teilnehmen wollten. Weiß könne das Invest in der Corona-Zeit nicht realisieren, auch der Neubau seines Firmensitzes am Straßburger Platz (das ECHO berichtete) liege erst einmal auf Eis.Genaue Prozentzahlen wollte Thorsten Meier, Geschäftsführer der ZAG GmbH KinderART, nicht nennen. Aber es stehe fest, dass in Corona-Zeiten nichts passieren werde. Meier: "Organisatorisch ist in der Pandemie keine vernünftige Planung möglich." Die Tür sei zwar noch nicht zu, aber der Zeitpunkt noch völlig offen. Die Stadt Langenhagen hat die beiden Projekte zwar bis zu einer endgültigen Investitionsentscheidung in diesen unsicheren Zeiten auch noch nicht endgültig ad acta gelegt, aber Stadtbaurat Carsten Hettwer machte im Gespräch mit dem ECHO deutlich: "Wir haben wegen des Grunstücks am Bahnof Stadtmitte auch schon mit mehreren anderen Interessenten Gespräche geführt." Dieses Filetstück sei für Bürogebäude prädestiniert. Die Zukunft und die Nachnutzung des Geländes an der Berliner Allee ist aber auch mehr als drei Jahre nach der Schließung des Hallenfreibades noch völlig offen. Die Abrisskosten von einer Million Euro, die ZAG übernommen hätte, stehen allerdings nicht mehr im Haushalt. Der Ursprungsbeschluss  geht von einer Freitzeitnachnutzung aus. Jetzt scheinen die Verbände und Vereine mit ihren Ideen wieder am Zug zu sein.