Stadtverwaltung ist unnachgiebig

Die Anwohner sollen nach Ansicht der Verwaltung ihren Eingang verlegen.Foto: O. Krebs

Weberkolkwiesen: Streit um exakte Höhen

Kaltenweide (ok). Die Verwaltung zeigt sich unnachgiebig, was Beschwerden von Anwohnern in den Weberkolkwiesen angehe; es gebe keinen Verhandlungsspielraum. Stein des Anstoßes sind Hauseingänge, die verlegt werden müssen, weil ein Stellplatz und ein Baum vors Haus kommen. Aus Sicht der Betroffenen zeigt sich die Verwaltung in keiner Art und Weise kompromissbereit, aus Sicht der Verwaltung hätte das Problem aber gar nicht auftreten dürfen. Denn: „Die Pläne waren den Eigentümern schon vor Baubeginn bekannt und damit auch die vorgesehenen Bauminseln und Stellflächen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Die Stadt müsse öffentliche Stellplätze vorweisen, die nicht mit privaten Parkplätzen verrechnet werden können. Im Bereich der Weberkolkwiesen gibt es für 33 Anlieger zum Beispiel 15 Parkplätze. Unterschiedliche Ansichten gibt es naturgemäß auch, was den Aufwand der Umgestaltung angeht. Für die Betroffenen mit einem Riesenaufwand verbunden, spricht Hettwer eher von einer „Marginalität“ für den Einzelnen, aber einen Riesenkostenaufwand für die Allgemeinheit. Hettwer: „Letztendlich sind die Grundstückspreise mit den Ausbaukosten kalkuliert worden.“ Kleinere Umwege müssten durchaus in Kauf genommen werden; in dem einen Fall sei man dem Anwohner mit der Versetzung des Stellplatzes schon entgegengekommen. Ein weiteres Problem: die Höhe der Straße. Das Erdgeschoss darf in den Weberkolkwiesen nur maximal einen halben Meter höher liegen als die Straße: „So sollen Warften vermieden werden“, sagt Planerin Anette Mecke. Nun komme es aber vor, dass sich einige der Bauherren nicht an die exakten Höhen hielten, mehr Pi mal Daumen agierten und darauf hofften, dass die Kommune hinterher die Straße anpasse. „Nicht möglich, die Kosten wären immens und auch einfach ungerecht denen gegenüber, die korrekt gehandelt hätten“, vertritt Anette Mecke eine klare Linie. Die Einstellung, dass man mit der Verwaltung nicht reden könne, stimme so nicht, nur irgendwann gebe es keinen Spielraum mehr.