Starke Mietsteigerung?

Felicitas Weck (Linke) fordert Mietdeckel für Langenhagen

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen sei von starken Mietsteigerungen betroffen. Die Angebotsmieten sind seit 2012 um über 35 Prozent gestiegen. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Victor Perli zur Mietenentwicklung in den größten Städten Niedersachsens hervor. Im Jahr 2012 zahlten Wohnungssuchende noch eine durchschnittliche Kaltmiete von 6,23 Euro pro Quadratmeter, im Jahr 2018 sind die Mieten bereits auf 8,43 Euro pro Quadratmeter geklettert. Dies entspreche einer jährlichen Steigerung von 5,2 Prozent. Neben Langenhagen sind auch die anderen Städte von teils drastischen Mietsteigerungen betroffen, am teuersten sei Lüneburg. In Wolfsburg seien die Mieten von 2012 bis 2018 mit 63,1 Prozent am stärksten gestiegen.
Die Partei Die Linke fordert deshalb eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise auf dem Wohnungsmarkt. „Die aktuellen Mieten sollen als Sofortmaßnahme nach Berliner Vorbild für fünf Jahre eingefroren und zugleich regionale Höchstmieten festlegt werden“, sagte Bundestagsabgeordneter Perli. Entsetzt über die neuesten Zahlen zeigt sich auch Felicitas Weck (Die Linke), Mitglied im Stadtrat von Langenhagen: „Steigenden Mieten sind inzwischen auch in Langenhagen ein Problem. Günstiger Wohnraum geht verloren. Die Politik darf nicht wegsehen, wenn Mieterinnen und Mieter einen immer höheren Anteil ihrer Löhne und Renten für die Wohnung ausgeben müssen“, kritisiert Weck. Ein Mietendeckel sei nötig, um weitere drastische Mietsteigerungen zu verhindern. In Berlin wird der von den Linken initiierte Mietendeckel nach jetzigem Stand im Januar 2020 in Kraft treten.
Die Stadt Langenhagen gab keine Stellungnahme ab. Die Verwaltung begleite die Aufstellung der Mietspiegel – aber die gelte nur für Mieterhöhungsverlangen bei bestehenden Mietverhältnissen. In der Fragestellung gehe es aber um Mietpreise für Neuvermietungen.