Sterben der Jungtiere verhindern

Stöbernde Räuber stressen Elterntiere

Langenhagen. Die Leinenpflicht für Hunde gilt noch bis zum 15. Juli. "Eine regelrechte Tortur für Halter und das über Monate", sagt Helge Rethmeyer, Obmann im Hegering Langenhagen. Daher sei es ihm ein Anliegen, den Nutzen aufzuzeigen. "Hundehalter haben einen großen Anteil an dem Erfolg der Jungtieraufzucht unserer Wildtiere", sagt er. Dasselbe gelte auch für Katzenhalter, so sein eindringlicher Hinweis. Er erklärt: "Singvögel, Bodenbrüter, wie die Feldlerche und das Rebhuhn, sowie anderes Niederwild haben mit der Aufzucht ihrer Jungtiere begonnen. Besonders oft wählen die Elterntiere Feldraine und andere Busch- und Randstreifen für die Aufzucht ihrer Jungtiere aus. Eine störungsfreie Umgebung essentiell, was von Wildtierforschern belegt wurd. Aufgrund von Störungen durch stöbernde Hunde, Katzen und andere Raubtiere, wie dem Fuchs und dem Marder, wird sehr häufig die Brut aufgegeben, oder gar die noch wehrlosen Jungtiere verletzt oder getötet. Gerade Katzen sind oft unterschätzte Räuber." Eine britische Studie habe gezeigt, dass alleine die Anwesenheit genüge, sodass Vögel und andere Wildtiere eine erhöhte Aufmerksamkeit dem Räuber widmeten und dadurch die Versorgung der Jungtiere erheblich verschlechtert war. Ein Glöckchenhalsband sollte das Mindeste sein, welches ein Katzenhalter für die Wildtiere tun sollte.
Helge Rethmeyer bittet die Hundehalter, die von der Stadtverwaltung ausgewiesenen Hundeflächen, auf denen auch in der Brut- und Setzzeit Hunde frei laufen dürfen, zu nutzen. Sein Aufruf lautet: "Bleiben Sie bitte mit Ihrem angeleinten Hund auf den Wegen und sensibilisieren auch Sie andere Hundehalter in dieser für das Wild sehr empfindlichen Zeit. Vielen Dank!"